
Jantje Friese und Baran bo Odar adaptieren für HBO Max den Kinderbuchklassiker „Struwwelpeter“ als düsteren Thriller – Produktion läuft bereits in Deutschland.
Die deutsche Schauspielerin Lisa Vicari wird erneut mit den „Dark“-Schöpfern Jantje Friese und Baran bo Odar zusammenarbeiten. Wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtet, übernimmt der „Dark“-Star die Hauptrolle in einer neuen HBO-Max-Serie aus Deutschland, die lose auf dem Kinderbuchklassiker „Struwwelpeter“ basiert, jedoch zeitgemäßer daherkommt. Das Projekt verwandelt die bekannten Moralerzählungen aus Heinrich Hoffmanns Buch von 1845 in einen modernen Thriller.
Statt Kindern stehen in der Serienadaption erwachsene Figuren im Mittelpunkt. Die Handlung soll sich um eine Bundesermittlerin drehen, die ritualisierte Morde untersucht, die von den düsteren Geschichten des „Struwwelpeter“ inspiriert sind. Laut „Variety“ beschreiben die Macher die Serie als „cruel reality“-Thriller, der aber zugleich als Familiendrama funktioniert. Inhaltlich sollen Themen wie Strafe, Schuld und Vergebung eine zentrale Rolle spielen.
Dreharbeiten laufen bereits in Deutschland
Die Vorlage enthält zehn teils drastische Moritaten, die bereits im 19. Jahrhundert durch ihre drastischen Konsequenzen für Fehlverhalten auffielen. Für Vicari bedeutet das Projekt eine Rückkehr zu den Kreativen, mit denen sie international bekannt wurde. In der Netflix-Serie „Dark“ spielte sie die Figur Martha Nielsen und gehörte zu den zentralen Darstellerinnen der international erfolgreichen Mystery-Produktion.
Friese und Odar produzieren die neue Serie über ihre Produktionsfirma Dark Ways. Die beiden Autoren und Produzenten hatten zuvor mit „Dark“ einen weltweiten Streaming-Hit geschaffen und anschließend die Netflix-Serie „1899“ entwickelt. Die Dreharbeiten für die neue HBO-Max-Produktion laufen laut „Variety“ bereits in Deutschland. Ein Starttermin für die Serie wurde bislang noch nicht bekanntgegeben.
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Bildquelle:
070326 HBO Max Struwelpeter: Heinrich Hoffmann / Struwwelpeter
MARCUS REICHL (Dipl.-Journalist) ist seit Anfang 2019 alleiniger Inhaber des uni-VERSAL Journalistenbüros Leipzig. Er erlernte das journalistische Handwerk bei der Sächsischen Zeitung, der Bild-Zeitung und der Leipziger Volkszeitung. Nach dem Volontariat wechselte er in eine Leipziger PR-Agentur und betreute verschiedene Zeitschriftenprojekte als verantwortlicher Redakteur. Seit seiner Selbstständigkeit 2005 hat er sich intensiv in verschiedene Branchen eingearbeitet, darunter Digitales, Medienpolitik und Energiewirtschaft. Dort hat er die entsprechenden Entscheider kennengelernt und ein weitverzweigtes Netzwerk genüpft.