Während es zu Beginn der Kinogeschichte noch als ungewöhnlich galt, dass ein Film eine Fortsetzung erhält, ist es heute geradezu eine Seltenheit, wenn ein Film für sich alleine stehen darf und ein großes Franchise lostreten muss. Das Problem dieser Entwicklung ist häufig, dass die Originalfilme eine Erwartung an ihre Fortsetzungen schüren, die oft nicht erfüllt werden können.
Die letzten 26 Jahre haben zahlreiche solcher Beispiele hervorgebracht, eine bestimmte Sci-Fi-Reihe gilt jedoch als besonders von diesem Phänomen gestraft: Matrix. Während Teil 1 als Meilenstein des Kinos gefeiert wurde, sorgten die Fortsetzungen bei großen Teilen von Kritik und Publikum für herbe Enttäuschung.
Matrix-Fans verließen bei Sci-Fi-Fortsetzung Matrix Reloaded das Kino
Wie unsere Schwesternseite Sensacine berichtet, waren zahlreiche Matrix-Fans geradezu verärgert, als sie im Jahr 2003 voller Erwartungen in den Lichtspielhäusern saßen und die Sci-Fi-Fortsetzung Matrix Reloaded auf der Leinwand verfolgten. In den großen Fußstapfen des Erstlings ging das Sequel der Wachowski-Schwestern für viele unter. Zum einen sorgte die Komplexität der Geschichte für Verwirrung, zum anderen ließ das überraschende Ende des Films das Publikum über Monate hinweg im Dunkeln zurück.
Denn Neo (Keanu Reeves) fällt nach einer Reihe zugegeben grandioser Action-Szenen, unerwarteter Enthüllungen und einer Konfrontation mit dem Architekten ins Koma. Ob das seinen sicheren Tod oder etwa doch eine Chance auf Weiterleben bedeutete, wurde den Zuschauenden in Matrix Reloaded nicht mehr mitgeteilt. Stattdessen wurden sie mit einer Schwarzblende und dem Schriftzug «Fortsetzung folgt» gestraft, bevor der Film in seinen Abspann überging.
Schaut hier einen Trailer zu Matrix Reloaded:
Matrix Reloaded – Trailer (Deutsch) HD

Was heute als absolut gewöhnlicher Cliffhanger gewertet werden kann, war für das Kino damals ebenfalls noch eher unüblich. So ging eine Welle der Frustration durchs Publikum, woraufhin laut Sensecine zahlreiche Menschen die Kinosäle verlassen haben sollen. Sie hatten auf ein klareres Ende des Films gehofft, das sie nicht bis Teil 3 auf die Folter spannt.
Glücklicherweise mussten sie sich letztendlich jedoch nicht allzu lange gedulden. Denn Matrix Revolutions wurde gemeinsam mit Teil 2 gedreht und erschien nur sechs Monate später in den Kinos. Für die Kinobesucher:innen zu der Zeit allerdings nur ein schwacher Trost.
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