Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.
Die Swiss setzt Flüge nach Tel Aviv und Dubai weiter aus. – keystone
Das Wichtigste in Kürze
Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.
Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.
Ölpreise steigen deutlich, belastet durch die regionale Instabilität.
Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.
Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten.
Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern. Am Montag ist auch der Ölpreis erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angesteigen.
Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?
1Ja, der Krieg könnte sich auf weitere Länder ausweiten.
2Ja, aber nur kurzfristig.
3Nein, die Lage wird sich bald beruhigen.
Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Gleichzeitig dauern Luftangriffe, Gegenangriffe und politische Spannungen an.
Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans
19.36: Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilte das Verteidigungs- und das Aussenministerium dem Parlament in Den Haag mit.
Die «Zr. Ms. Evertsen» werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt.
Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem «begrenzten Einsatz defensiver Art».
Es gehe um die Verteidigung «unser Verbündeter», sagte Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. «Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein.»
Die «Evertsen» mit 170 Personen an Bord ist mit Radartechnik gegen Drohnen, Raketen und Flugzeuge ausgerüstet. Sie befindet sich derzeit auf der Höhe von Malta.
Libanon meldet fast 500 Tote durch israelische Angriffe
18.59: Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben fast 500 Menschen getötet worden.
486 Menschen seien seit vergangenen Montag getötet und 1313 weitere seien verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit.
Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder massiv in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation im Libanon an.
Unter Beschuss stehen vor allem die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut, grosse Teile im Südlibanon und weitere Gebiete im Osten des Landes. Unter den Toten sind nach Behördenangaben auch Dutzende Kinder.
Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört
18.45: Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört.
Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, hiess es.
Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.
Iranische Revolutionsgarden bei einer Parade. (Archivbild) – afp
Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden.
Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans.
Augenzeugen sagten, die Luft- und Raumfahrtbehörde der Revolutionsgarden im Stadtteil Tschitgar sei attackiert worden. Auch dort sollen Drohnen gelagert sein.
Rund 2700 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA registriert
17.51: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist weiter gesunken.
Laut den neusten Angaben des Bundes vom Montagnachmittag waren es noch gut 2700 Personen.
Mit Abstand am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich gemäss dieser Aufstellung in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nämlich 1600.
Je rund 300 der registrierten Personen waren in Katar und in Oman. Am Sonntag waren es noch 3349 Schweizer Reisende gewesen.
Über die Travel-Admin-App wünschen Registrierte Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.
Die Fluggesellschaft Swiss teilte am Montag mit, dass sie aus Sicherheitsgründen ihren Flugstopp in den Nahen und Mittleren Osten verlängere: Nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten fliegt sie bis und mit 15. März nicht, und die israelische Metropole Tel Aviv steuert sie bis einschliesslich 2. April nicht an.
WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Iran-Krieg
17.47: Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt.
Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. – keystone
Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden.
43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schliessen.
Ghebreyesus rief zu sofortiger Deeskalation auf. «Frieden ist immer die beste Medizin», sagte er.
Cassis: «Grenze des Selbstverteidigungsrechts überschritten»
17.10: Der Iran habe mit Gegenschlägen nach dem Angriff durch die USA und Israel die Grenzen des Selbstverteidigungsrechts überschritten. Das sagte Aussenminister Ignazio Cassis am Montag im Nationalrat.
Der Bundesrat sei zutiefst besorgt über das militärische Vorgehen der Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten, führte Cassis am Montag in der Fragestunde des Nationalrats aus. Dieses verletze das Völkerrecht und insbesondere das Gewaltverbot.
Aussenminister Ignazio Cassis am Montag im Nationalrat. – keystone
«Eine solche Verletzung liegt auch vor, wenn die Grenzen des Selbstverteidigungsrechts überschritten werden. Dies ist bei einem Teil der iranischen Gegenschläge der Fall», sagte Cassis zu Fragen von Fabian Molina (SP/ZH) und Laurence Fehlmann Rielle (SP/GE). Der Bundesrat fordere von allen Parteien, Völkerrecht einzuhalten.
EU startet Hilfsflüge für Menschen im Libanon
15.55: Die EU organisiert Hilfsflüge für die unter dem neuen Nahost-Krieg leidende Zivilbevölkerung im Libanon.
Nach den Plänen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen für rund 130.000 Menschen Notfallvorräte mobilisiert werden, wie die EU mitteilte. Ein erster Flug sei für diesen Dienstag geplant.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, hier am WEF 2026 in Davos. – keystone
Von der Leyen kündigte die EU-Hilfe in einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus Ländern des Nahen Ostens zum Krieg im Iran an.
Mit dabei waren Vertreter Jordaniens, Ägyptens, Bahrains, des Libanon, Syriens, der Türkei, Armeniens, des Irak, Katars, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und Omans sowie für die EU auch Ratspräsident António Costa.
Bund entscheidet nicht mehr über Asylgesuche von Iranern
15.44: Das Staatssekretariat für Migration (SEM) entscheidet wegen des Iran-Kriegs nicht mehr über Asylgesuche iranischer Staatsangehöriger. Das hat das SEM am Montag auf der Nachrichtenplattform X mitgeteilt.
Zur Begründung sagte SEM-Mediensprecherin Anne Césard der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage, ein möglicher Regimewechsel im Iran könne nicht ausgeschlossen werden.
Ein solcher Regimewechsel würde eine Neubewertung der individuellen Risikoprofile iranischer Asylsuchender erforderlich machen.
Wie Césard weiter sagte, ist es nicht das erste Mal, dass das Staatssekretariat für Migration Asylentscheide aussetzt. «Das SEM passt seine Asylpraxis jeweils an die Situation in den betroffenen Ländern an», sagte Césard.
Wegen eines möglichen Regimewechsels prüft die Schweiz Gesuche iranischer Staatsangehöriger vorerst nicht weiter. (Symbolbild) – picturebale.ch
So sistierte das SEM nach dem Sturz des syrischen Langzeit-Machthabers Baschar al-Assad am 9. Dezember 2024 alle Asylverfahren und -entscheide von Asylsuchenden aus Syrien.
Ende August 2025 gab das SEM dann bekannt, es wolle die Gesuche von Syrerinnen und Syrern wieder prüfen.
Das SEM schrieb am Montag auch, es habe die Wegweisung von Iranerinnen und Iranern mit negativ ausgefallenem Asylentscheid sistiert. Davon ausgenommen seien straffällig Gewordene sowie Gefährderinnen und Gefährder.
Grund dafür sei, dass aufgrund der sich rasch ändernden Lage im Iran keine abschliessende Beurteilung der Zumutbarkeit solcher Wegweisungen möglich sei.
Schon als im Januar im Iran Proteste gegen das Regime ausbrachen und diese blutig niedergeschlagen wurden, gab das SEM bekannt, es verzichte derzeit auf Wegweisungen.
Frankreich plant Geleit für Schiffe durch Strasse von Hormus
15:04: Frankreich arbeitet mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die für den Handel wichtige Strasse von Hormus nahe der iranischen Küste zu ermöglichen.
Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zyprischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heisseste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.
Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell, sagte Macron. Dem Franzosen zufolge müsse das Vorgehen sowohl mit europäischen wie nicht-europäischen Partnern vorbereitet werden. Wer konkret bei der Initiative an Bord ist, gab Macron nicht bekannt.
Macron will Schiffe in der Strasse von Hormus schützen. – keystone
Ausserdem sicherte der französische Präsident Zypern Solidarität zu. «Wer Zypern angreift, greift auch Europa an», sagte Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Flughafen von Paphos.
Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagte Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe Zyperns.
14:58: Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor weitreichenden Folgen der Eskalation im Iran-Krieg für die Ernährungssicherheit in der Region und darüber hinaus.
Infolge des Konflikts steigende Lebensmittel– und Treibstoffpreise könnten den Hunger unter besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen weiter verschärfen, teilte die UN-Organisation in einem jüngsten Bericht mit.
Die Eskalation habe bereits gravierende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Diese trage die Hauptlast der Gewalt durch massenhafte Vertreibungen, zahlreiche Todesopfer und die Zerstörung wichtiger Infrastruktur.
Nach Angaben des WFP unterbricht der Konflikt Lieferketten, treibt Kosten in die Höhe und schwächt zugleich die Kaufkraft vieler Familien. Dadurch könnten Haushalte, die bereits in Not lebten, weiter in schwere Ernährungsunsicherheit geraten.
Über die Region hinaus drohten auch globale Folgen. Besonders problematisch sei die Lage in der Meerenge von Hormus, über die ein bedeutender Teil des weltweiten Düngemittelhandels abgewickelt werde. Unterbrechungen dort könnten die Verfügbarkeit von Dünger verringern, Ernteerträge senken und damit die weltweiten Lebensmittelpreise weiter steigen lassen.
Golfstaaten weiter unter Beschuss
14:38: Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn weiter. Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen.
Anschliessend hiess es, die Bedrohung sei vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid.
Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Ausserdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden.
Flammen steigen während eines Brandes auf, der durch Trümmer einer abgefangenen Drohne im Ölraffineriezentrum in Fujeirah, Vereinigte Arabische Emirate, am 4. März 2026 verursacht wurde. – keystone
Damit gab es im Land nach offiziellen Angaben bisher Angriffe mit etwa 250 Raketen und 1400 Drohnen. Die Emirate sind bisher besonders stark unter Beschuss. Dort wurden bisher vier Menschen bei Angriffen getötet, mehr als 110 wurden verletzt.
Vonseiten der iranischen Revolutionsgarden hiess es, es laufe bereits die 31. Welle an Raketen gegen Ziele in Israel und gegen US-Stellungen in der Region.
Swiss verlängert Aussetzung der Flüge nach Dubai und Tel Aviv
14:08: Die Swiss verlängert aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten die Aussetzung ihrer Flüge nach Dubai bis einschliesslich 15. März. Die Flüge nach Tel Aviv bleiben neu bis und mit 2. April ausgesetzt. Das schreibt die Fluggesellschaft in einer Mitteilung .
Die Flieger nach Tel Aviv und Dubai bleiben am Boden. (Archivbild) – keystone
Für die Swiss stehe demnach die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere jederzeit an erster Stelle. Vor diesem Hintergrund habe die Fluggesellschaft entschieden, die Verbindungen vorerst weiterhin nicht durchzuführen.
EU fliegt 356 Europäer aus Oman nach Rumänien
13:55: Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und am Morgen angekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit.
Heimkehrer aus Oman umarmen sich am 6. März am Flughafen Henri Coanda bei Bukarest. – keystone
Die Europäische Union habe ausserdem bislang 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4100 Europäerinnen und Europäer sicher zurückgebracht worden seien – unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. Insgesamt haben den Angaben nach bislang 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert. In den nächsten Tagen gebe es deshalb weitere Flüge.
Starmer warnt vor ökonomischen Auswirkungen
13:40: Mit einem Andauern des Krieges im Iran werden aus Sicht des britischen Premierministers Keir Starmer auch wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Vereinigten Königreich wahrscheinlicher.
Je länger die Situation andauere, desto wahrscheinlicher seien «Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Auswirkungen auf das Leben und die Haushalte aller Menschen und alle Unternehmen», sagte Starmer in London.
Keir Starmer warnt vor ökonomischen Auswirkungen wegen des Iran-Kriegs. (Archivbild) – keystone
Die Aufgabe der Regierung sei es, «dem zuvorzukommen, vorauszudenken, die Risiken einzuschätzen, sie zu überwachen und diesbezüglich mit anderen zusammenzuarbeiten».
Türkei fängt iranische Rakete ab
13:33: Die Luftabwehr der Nato hat im türkischen Luftraum erneut eine iranische Rakete abgeschossen. Das teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Demnach landeten Trümmerteile des Flugkörpers in der Nähe der Stadt Gaziantep.
Nun richtet die Türkei eine Warnung an den Iran. Zwar messe die Türkei guten nachbarschaftlichen Beziehungen grosse Bedeutung bei. «Wir bekräftigen jedoch, dass jede Bedrohung unseres Hoheitsgebiets oder Luftraums mit allen erforderlichen Massnahmen entschlossen und ohne zu zögern beantwortet wird», heisst es in einer Mitteilung.
Teheran von Explosionen erschüttert
13:19: Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut Ziel einer Angriffswelle.
Über der Metropole waren nach Angaben von Augenzeugen Kampfjets zu hören, die sich aus dem Norden über die Gipfel des Albors-Gebirges näherten. Laute Explosionen erschütterten die Stadt, wie Bewohner am Montag berichteten.
In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort im Westen von Teheran, wurde Augenzeugen zufolge ein Regierungsquartier mit Polizeistationen, Justizgebäuden und Teilen der Stadtverwaltung bombardiert. «Die Gebäude haben gezittert wie bei einem Erdbeben», sagte ein Bewohner, der sich in der Nähe aufhielt.
Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine grossangelegte Angriffswelle gegen Infrastruktur der iranischen Führung in den Städten Teheran und Isfahan sowie im Süden des Landes begonnen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Russland sichert Iran Unterstützung zu
13:15: Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zu der Ernennung zum neuen obersten Führer Irans in einem Telegram gratuliert. Zudem sicherte er Chamenei seine Unterstützung zu.
«Ich möchte unsererseits unsere unveränderte Unterstützung für Teheran und unsere Solidarität mit unseren iranischen Freunden bekräftigen. Russland war und bleibt ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik», schreibt Putin weiter. «Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung der vor Ihnen liegenden schwierigen Aufgaben sowie gute Gesundheit und Kraft.»
Wladimir Putin sicherte Modschtaba Chamenei seine Unterstützung zu. (Archivbild) – keystone
Russland pflegt zum Iran traditionell sehr enge Beziehungen. Beide Länder hatten im vergangenen Jahr auch eine strategische Partnerschaft besiegelt, die auch eine militärische Zusammenarbeit, aber – anders als zwischen Russland und Nordkorea – keinen gegenseitigen Beistand vorsieht, sollte eines der Länder angegriffen werden. Iran ist ein wichtiger Rüstungskunde Russlands.
Iranische Rakete tötet zwei Menschen in Israel
13:10: Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen getötet worden.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete zunächst, bei dem Angriff im Grossraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt.
Israelische Rettungskräfte bergen eine Toten in der Nähe von Tel Aviv am Montagmorgen. – keystone
Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelte es sich um Bauarbeiter, teilte Magen David Adom mit. Es habe auch an anderen Orten im Grossraum Tel Aviv Einschläge gegeben.
Hat Israel weissen Phosphor im Libanon eingesetzt?
12.24: Human Rights Watch (HRW) hat Israel vorgeworfen, vergangene Woche bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weissen Phosphor eingesetzt zu haben.
Die Menschenrechtsorganisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, hiess es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten. Die Brandeigenschaften von weissem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich ziehen.
Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf.
Tötete eine amerikanische Rakete mindestens 168 Kinder?
11:45: Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran starben mindestens 168 Kinder, wie «CNN» berichtet. Am Sonntag hatte Trump vor Journalisten den Iran beschuldigt, für die Bombardierung der Mädchenschule verantwortlich zu sein: «Meiner Meinung nach und nach dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan.»
Jetzt zeichnen zwei unabhängige Recherchen ein anderes Bild. Wie Rechercheteams von «New York Times» und der Plattform «Bellingcat» unabhängig voneinander herausfanden, wurde die Mädchenschule von einem US-Flugkörper getroffen.
Eine amerikanische Rakete soll neben einer Mädchenschule eingeschlagen sein. – CNN / Screenshot
In einem Video sei zu sehen, wie ein US-Tomahawk-Marschflugkörper am 28. Februar eine Einrichtung der iranischen Revolutionsgarde treffe, schreibt Bellingcat. Das von den Journalisten überprüfte Videomaterial zeige zudem, wie bereits Rauch aus der Nähe der Mädchenschule aufsteige.
Die «New York Times» gibt an, der US-Marschflugkörper treffe einen Marinestützpunkt neben der Schule. «Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt», so die Zeitung.
Katar verhaftet 300 Personen – wegen Social Media Posts
11:25: Katar greift gegen Influencer hart durch. 313 Personen wurden verhaftet, weil sie unerlaubt Fotos und Videos von Raketen und Drohnen in den sozialen Medien teilten. Zuvor hatte der Wüstenstaat dazu augerufen, keine Beiträge zum Iran-Krieg zu teilen. Das berichtet CNN.
Die Festnahmen erfolgten wegen des Filmens und der Verbreitung nicht genehmigter Videoclips, der Verbreitung irreführender Informationen und Gerüchte sowie der Verbreitung von Inhalten, die die Öffentlichkeit beunruhigen sollen, erklärte das Ministerium in einer Stellungnahme.
Militärhubschrauber fliegen über Doha in Katar. Solche Aufnahmen hat der Wüstenstaat verboten. – keystone
Türkei schickt F-16-Kampfjets in besetzten Norden Zyperns
10:25: Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und einem Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat die Türkei sechs Kampfjets in den von ihr kontrollierten Norden der Mittelmeerinsel geschickt.
Zyprische Medien zeigten Bilder von der Landung der F-16-Jets auf dem Flughafen Ercan. Er liegt nordöstlich von der Hauptstadt Nikosia, aber in dem Teil Zyperns, der von türkischen Truppen besetzt ist und nur von Ankara als Türkische Republik Nordzypern anerkannt wird.
Neben den Kampfjets seien auch Luftverteidigungssysteme in den Norden Zyperns verlegt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Der Einsatz ziele darauf ab, die Sicherheit Nordzyperns «angesichts der jüngsten regionalen Entwicklungen» zu stärken, erklärte Ministerium auf der Plattform X. Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickele, könnten zusätzliche Massnahmen ergriffen werden.
China kontert Trump-Drohung
10:02: China weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Nachfolger an der Spitze des Irans zurück.
China lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagte Aussenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut forderte Peking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäroperationen.
Aussenamtssprecher Guo Jiakun macht eine klara Ansage an die USA. (Archivbild) – keystone
Trump hatte dem Iran am Wochenende gedroht, dass ein Nachfolger des bei einem israelischen Luftangriff getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden. Kurze Zeit später wurde Ali Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei als Nachfolger bekanntgegeben.
Israel: Iran setzt bei Angriff erneut Streumunition ein
09:04: Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
Eine israelische Rakete fängt ein iranisches Geschoss über Tel Aviv ab am 4. März. – keystone
Israel hat dem Iran vorgeworfen, mit dieser Art von Munition absichtlich auf zivile Gebiete geschossen zu haben. Die Armee warnt die Bürger des Landes immer wieder, sich den Bomben nach Einschlägen nicht zu nähern.
Israel greift erneut Einrichtungen der iranischen Führung an
09:01: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen, darunter in der Stadt Isfahan. Derweil gab es in der Nacht und am Morgen demnach auch wieder iranische Raketenangriffe auf Israel.
Die Angriffe im Iran galten einer Mitteilung zufolge Kommandozentren von Behörden für innere Sicherheit und der Basidsch-Milizen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. Ausserdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentreibwerke im Iran beschossen worden.
Am Morgen und in der Nacht heulten in Israel erneut die Warnsirenen, darunter auch im Grossraum Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden bei den iranischen Raketenangriffen rund 20 Menschen verletzt. Einige davon seien gestürzt, als sie in Schutzräume rannten.
Eine iranische Rakete traf Tel Aviv am 8. März. – keystone
Benzin wird im Iran rationiert
08:40: Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. An den Tankstellen bildeten sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.
Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran werden bombardiert. – keystone
Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab.
Ölpreis-Schock schickt Börsen auf Talfahrt
08:20: Für die Aktienmärkte zeichnet sich erneut ein tiefroter Start in die neue Handelswoche ab. In der Nacht sind die Preise für Rohöl über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel gestiegen. Das befeuert die Ängste der Investoren und schickt die Aktienkurse erneut auf Talfahrt.
Rohöl-Preise sind erneut angestiegen. – AFP
Für den Schweizer Aktienmarkt deuten die vorbörslichen Indikationen beim Broker IG aktuell Verluste von 1,2 Prozent an. Ähnlich rasant dürften auch die wichtigsten europäischen Börsen starten.
Die asiatischen Märkte haben bereits einen Vorgeschmack gegeben: Dort sackten etwa der koreanische Kospi oder der japanische Nikkei um 8,4, respektive 7 Prozent ab. Die Wall Street wird ebenfalls mit deutlichen Abgaben erwartet.
Chameneis Sohn wird oberster Führer im Iran
08:10: Im Iran ist mitten im Krieg der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei zum neuen religiösen und staatlichen Oberhaupt gewählt worden. Das gab das zuständige Wahlgremium laut der Nachrichtenagentur Irna und dem staatlichen Rundfunk Irib bekannt.
Der 56-jährige Modschtaba Chamenei wurde vom sogenannten Expertenrat, dem wichtigsten religiösen Gremium des Landes, ernannt. In dem Amt wird er künftig das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen haben.
Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. – keystone
US-Präsident Donald Trump hatte jüngst bereits deutlich gemacht, dass er Modschtaba Chamenei als neues staatliches Oberhaupt ablehne. Dessen Vater war bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran getötet worden.
Der Expertenrat habe «trotz der akuten Kriegssituation und der direkten Drohungen der Feinde» keinen Augenblick gezögert, hiess es in einer von Irna veröffentlichten Mitteilung des Gremiums. Die Entscheidung sei nach «sorgfältigen und umfassenden Prüfungen» erfolgt.
Bahrain meldet Dutzende Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
04.45: Der Golfstaat Bahrain ist erneut zum Ziel eines Angriffs des iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaats im Persischen Golf meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte.
Blick auf die Skyline von Manama (Archiv). – keystone
Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes. Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.
Philippinen ordnen Energiesparen wegen Nahost-Krise an
04.01: Wegen der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs führen die Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran, die zu höheren Ölpreisen geführt hat. Die Regelung gilt jedoch nicht für wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte.
Israel greift erneut im Iran und im Libanon an
03.39: Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte die Armee in der Nacht mit.
Zudem sei erneut Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem der Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.
Börsen in Ostasien brechen nach Ölpreisanstieg ein
02.30: Die Börsen in Ostasien haben mit heftigen Verlusten auf den rasanten Anstieg der Ölpreise reagiert. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte im frühen Handel um mehr als 6 Prozent unter die Marke von 53’000 Zählern.
Rund 25 Minuten nach Handelsbeginn notierte der asiatische Leitindex bei einem satten Minus von 3409,92 Punkten oder 6,13 Prozent bei einem Zwischenstand von 52’210,92 Punkten.
In Asien sind wegen des Iran-Kriegs und dem hohen Ölpreis die Aktienmärkte eingebrochen. – Keystone
Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea. In Seoul verzeichnete der KOSPI nach Handelsbeginn zeitweise ein Minus von 378,55 Punkten – oder knapp 7 Prozent – bei einem Stand von 5200,17 Zählern.
Ölpreis schiesst über Marke von 100 US-Dollar
01.28: Der Ölpreis ist infolge des Iran-Kriegs erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen. Der Preis für die in Europa massgebliche Nordseesorte Brent stieg zeitweise um knapp 19 Prozent auf fast 110 US-Dollar je Barrel (159 Liter).
Unmittelbar zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die Marke von 100 Dollar gesprungen – ein Preisniveau, das es zuletzt 2022 gegeben hatte.
Teil des US-Botschaftspersonals soll Saudi-Arabien verlassen
01.11: Die USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken wegen des Iran-Kriegs einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen.
Das US-Aussenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an, erklärte die Behörde.
Damit verschärfte sie eine vorige Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es schon eine Erlaubnis für diese Personengruppen zur Ausreise gegeben.
Israels Armee meldet weitere Raketenangriffe des Irans
01.04: Auch mehr als eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran schiesst die Islamische Republik weiter auf Israel. In der Nacht meldete die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran.
In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht wieder die Sirenen. Die Luftabwehr war erneut im Einsatz, wie das Militär auf Telegram mitteilte.
Katars Premier ruft Iran zu Deeskalation auf
01.11: Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat zur Deeskalation im Iran-Krieg aufgerufen. «Wir werden weiterhin mit den Iranern sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen», sagte Al Thani in einem Interview mit dem Sender Sky News. Was geschehen sei, habe das Vertrauen in die Beziehungen zum Iran erheblich erschüttert.
Der katarische Ministerpräsident Sheikh Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat Iran zur Deeskalation aufgeurfen. – keystone
«Die Fehleinschätzung der Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört», sagte der Ministerpräsident. Er rief auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise, sagte er.
Bahrain: Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
23.59: Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel eines Angriffs des Irans geworden. Das Innenministerium des kleinen Landes meldete in der Nacht mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Zuvor hatte der Iran bereits eine Anlage zur Wasser-Entsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt, wie das Ministerium am Sonntagvormittag mitteilte. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte.
US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab
23.23: Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. «Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab», sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen gesorgt, nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran verdunkelten.
Israels Armeesprecher Effie Defrin betonte, Israel habe in der Nacht zu Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt worden seien. «Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die gesamte Bevölkerung am Laufen hält», sagte er. Israel kämpfe nicht gegen das «grossartige iranische Volk», sondern nur gegen das «Terrorregime», erklärte Defrin.
Diese dramatischen Aufnahmen aus Teheran zeigen einen riesigen Brand in der Nähe eines Treibstofflagers. – X@Vahid
Das Nachrichtenportal «Axios» berichtete, die israelischen Angriffe auf die Treibstofflager seien deutlich über das hinausgegangen, was die USA erwartet hätten, als Israel Washington vorab darüber informiert habe. Das soll zur ersten bedeutenden Unstimmigkeit zwischen den Verbündeten seit Beginn des Krieges vor gut einer Woche geführt haben, schreibt das Portal unter Berufung auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und eine weitere informierte Quelle.
Abfangrakete Katar – keystone
