Kein Mondeinschlag: Der Asteroid 2024 YR4 wird im Jahr 2032 nah an uns vorbeifliegen – aber den Mond knapp verfehlen, wie neue Daten der NASA und ESA belegen. Demnach wird der 60 Meter große Brocken im Abstand von nur 21.200 Kilometern über die Mondoberfläche hinwegrasen. Vor wenigen Monaten noch galt dieser Asteroid als mögliche Gefahr für die Erde, wenig später schien es ein Einschlagsrisiko für den Mond zu geben. Doch wenn sich die Bahn des Brockens nicht noch verändert, ist dies nun weitgehend ausgeschlossen.

Asteroid 2024 YR4 löste Anfang 2025 weltweite Besorgnis aus. Denn das Risiko für einen Einschlag im Jahr 2032 lag vorübergehend bei gut drei Prozent – so viel wie bei keinem anderen Asteroiden der letzten 20 Jahre. Doch schon wenig später gab es Entwarnung für die Erde, es blieb aber ein rund vierprozentiges Risiko für einen Mondeinschlag. Dies hätte spektakuläre Folgen und wäre sogar mit bloßem Auge als helles Aufleuchten zu sehen.

Knapp am Mond vorbei

Jetzt gibt es auch für den Mond Entwarnung: Neue Daten des James-Webb-Teleskops legen nahe, dass Asteroid 2024 YR4 im Jahr 2032 den Mond verfehlen wird. Ursprünglich hatten Astronomen angenommen, dass der Asteroid erst im Jahr 2028 wieder in Reichweite von Teleskopen kommt. Doch dann zeigten neue Berechnungen, dass es schon im Februar 2026 die Chance gab, den Asteroiden für kurze Zeit mit dem Webb-Teleskop ins Visier zu nehmen.

Die Astronomen beobachteten Asteroid 2024 YR4 mit der Nahinfrarotkamera des Webb-Teleskops und verfolgten dabei, vor welchen Sternen er vorbeizog. Mithilfe dieser Aufnahmen und Daten des Gaia-Teleskops zu den Positionen dieser Sterne konnten sie die Bahn des Brockens weiter präzisieren. Daraus ergab sich, dass der Asteroid am 22. Dezember 2032 im Abstand von nur 21.200 Kilometern über die Mondoberfläche hinwegrasen wird – aber nicht einschlagen. „Ein lunarer Impakt ist nicht länger möglich“, berichtet die ESA.