Ein Leben zwischen Ruhm und Kritik

Blatters Amtszeit war von grossen Erfolgen geprägt – beispielsweise der ersten WM in Afrika (2010): «Mein grösstes Vermächtnis» wie Blatter sagt.  Aber auch Kritik begleitet den Oberwalliser. 2015 stellte er nach Ermittlungen der US-Justiz sein Amt als FIFA-Präsident zur Verfügung.

Später wurde er wegen einer Zahlung an Michel Platini gesperrt, jedoch in einem Strafverfahren freigesprochen. Heute blickt er versöhnlich auf sein Leben zurück: «Im Strafrecht bin ich freigesprochen», sagt Blatter. «Ich habe immer nur Geld erhalten, das ich auch verdient hatte.»

Grosse Anlässe

Zum 90. Geburtstag feiert Blatter im kleinen Kreis in seiner Heimat Visp. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen verfolgt er den Fussball weiterhin aufmerksam. Und wenn er auf sein Lebenswerk schaut, bleibt Zürich für ihn ein zentraler Ort – die Stadt, in der seine grosse Karriere ihren Lauf nahm und die er mit grossen Anlässen wie den Ballon d’Or-Verleihungen oder dem 100-Jahre-Fifa-Jubiläum 2004 ins Zentrum der Welt rückte.