Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein Ende des Krieges werden  nächste Woche in Genf fortgesetzt. Die russische Delegation werde dabei von Kreml-Berater
Wladimir Medinski geleitet, zitierten russische Nachrichtenagenturen Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag. Die Gespräche seien für Dienstag und Mittwoch angesetzt. Ein ⁠Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodimit Selenskij bestätigte, dass sich Kiews Delegation auf die Gespräche in der Schweiz vorbereite. Die Personalie Medinski könnte auf eine inhaltliche Verschiebung der Verhandlungen hindeuten. Der Kreml-Berater hatte 2022 die russische Delegation in der ‌Türkei angeführt. Zuletzt fanden zwei Runden in Abu ‌Dhabi statt, bei denen der Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, Moskau vertrat. Die Rückkehr Medinskis könnte signalisieren, dass Russlands Machthaber Wladimir Putin erwartet, den Fokus von reinen Sicherheitsfragen auf breitere Streitpunkte auszuweiten. Fast vier Jahre nach Kriegsbeginn liegen die Positionen beider Seiten nach wie vor weit auseinander. Streitpunkte sind vor allem Gebietsfragen und die Kontrolle über ‌das Atomkraftwerk Saporischschja. US-Präsident Donald Trump bemüht sich um ein Ende der Kämpfe. Laut New York Times drängt ‌die US-Regierung die Ukraine bei den Gesprächen zu Zugeständnissen. Angesichts der im Herbst in den USA anstehenden Kongresswahlen gebe es wachsenden Druck, den Krieg vor dem Frühsommer zu beenden. Unterdessen meldet die Ukraine erneut russische Drohnenangriffe auf die Hafenstadt Odessa . Die zweite Drohnenwelle binnen 24 Stunden habe weitere Häuser, Industrieanlagen und die Energieinfrastruktur beschädigt, teilt der Gouverneur der Region mit. Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung seien unterbrochen worden. Der Gouverneur von Dnipro im Südosten der Ukraine berichtet auf Telegram, vier Menschen seien bei durch russische ‌Raketen und Drohnen verwundet worden, darunter ein Baby und ein vierjähriges Mädchen.