Bund will US-Sanktionen für PCK-Raffinerie verhindern
Die Bundesregierung will in Verhandlungen mit den USA die Versorgungssicherheit mit Benzin und Heizöl im Nordosten durch die PCK-Raffinerie in Schwedt sicherstellen. Das Ziel sei, die Raffinerie auch zukünftig von US-Sanktionen zu verschonen, die noch bis Ende April ausgesetzt sind, teilte das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Die „Welt am Sonntag“ berichtete zuvor darüber. Die Raffinerie versorgt 90 Prozent von Berlin und Brandenburg mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten.
„Die Bundesregierung steht bezüglich der US-Sanktionen (…) für die deutschen Tochterunternehmen der russischen Rosneft in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit den zuständigen US-Behörden“, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. „Die Bundesregierung setzt sich wie schon seit Beginn der Legislatur dafür ein, dass die Versorgungssicherheit in Deutschland auch weiterhin gewährleistet bleibt sowie der Standort erhalten bleibt.“
PCK verarbeitete früher nur russisches Öl aus der Pipeline Druschba. Wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine entschied die Bundesregierung, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, die Raffinerie stellte auf andere Quellen um.