Über eine Woche nach dem Release von „Marathon“ zeichnen die ersten Tests zu Bungies Extraction-Shooter ein düsteres Bild auf Metacritic: Das Spiel markiert das bisherige Metascore-Schlusslicht der Studiogeschichte und unterbietet damit sogar das erste „Destiny“.
Am 5. März wurde „Marathon“ veröffentlicht. Und eigentlich sollte der futuristische Extraction-Shooter, der vor allem durch seine einzigartige Optik besticht, das nächste große Ding für Sony und das Entwicklerstudio Bungie werden.
Doch bislang hält sich der Hype in Grenzen. Im Gegenteil: Nachdem die sinkenden Spielerzahlen kurz nach dem Launch bereits für hitzige Diskussionen sorgten, trudeln nun nach und nach die ersten Tests zu „Marathon“ ein – und bescheren Bungie kurzerhand einen historischen Negativrekord.
Marathon unterbietet sogar Destiny
Wie die Kollegen von TheGamer festhalten, liegt der Metascore von „Marathon“ basierend auf den ersten zwölf Reviews, bei gerade einmal 72 Punkten. Damit gilt der Shooter als das am schlechtesten bewertete Spiel in der gesamten Studiogeschichte von Bungie. Zum Vergleich: Selbst das zum Start viel kritisierte erste „Destiny“ kam im Jahr 2014 noch auf einen Score von 76.
Zwar sind sich die bisherigen Kritiker einig, dass Bungie sein Shooter-Handwerk nicht verlernt hat – so werden neben dem Grafikstil hauptsächlich das gewohnt knackige Gunplay gelobt -, doch an fast allen anderen Ecken hagelt es Kritik.
Vor allem das User Interface wird von den Testern als verwirrend und „überwältigend“ bezeichnet. Aber auch die Karten wirken trotz ihrer vertikalen Ausrichtung oft „unfertig“ und „leer“. Zusätzlich stoßen die In-Game-Käufe sauer auf, zumal „Marathon“ kein Free-to-Play-Titel ist, sondern mit knapp 40 Euro zu Buche schlägt.
Nicht viel besser sieht es auch bei den Nutzerbewertungen auf Metacritic aus: Dort liegt der User Score nach 592 abgegebenen Stimmen, von denen 212 negativ ausfallen, aktuell bei 6.3 Punkten.
Warum der Score noch steigen könnte
Allerdings gilt es auch zu beachten, dass der aktuelle Metascore lediglich eine Momentaufnahme darstellt. In den nächsten Tagen und Wochen dürfte sich die Durchschnittswertung höchstwahrscheinlich noch verändern, sobald weitere Tests folgen.
Genau das wird vor allem in der zweiten Monatshälfte erwartet: Zum Start hatte Bungie die Fachpresse nämlich noch darum gebeten, ihre Rezensionen zurückzuhalten, bis das Cryo Archive – also der Endgame-Modus bzw. das Gegenstück zu den bekannten „Destiny“-Raids – freigeschaltet wurde. Schließlich handelt es sich dabei laut Bungie um das spielerische Highlight von „Marathon“.
Dementsprechend bleibt abzuwarten, ob die kommenden Wertungen etwas positiver ausfallen und den Metascore nach oben treiben – vielleicht ja sogar vorbei an „Destiny“. Etwas besser sieht es zumindest schon auf OpenCritic aus: Hier steht nach 16 Tests eine Durchschnittsbewertung von 76 Punkten zu Buche.
Auch wir haben „Marathon“ bereits ausgiebig gespielt und schildern euch unsere Eindrücke in unserem Test. Darin loben wir ebenfalls das wuchtige Gunplay und den markanten Grafikstil, mussten jedoch aufgrund der umständlichen Benutzeroberfläche und der auf Dauer repetitiven Missionen Punktabzüge erteilen.
„Marathon“ ist seit dem 5. März 2026 für die PS5, Xbox Series X/S und den PC erhältlich.
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