Four Hands bei «Bom e belli». Von Montag bis Freitag servieren Raban Jacoby und Naomi Biaduo in der «Kantine» bei der Hardbrücke einen unkomplizierten Lunch. Donnerstag- und freitagabends übernehmen sie jedoch mit ihrem Format «Bom e belli» die Küche. Dann stehen handgeformte Pasta im Zentrum: Tortellini, Agnolotti, Cappelletti. Alles von Hand gemacht. Jacoby hat das Handwerk im legendären «Amerigo» ausserhalb von Bologna gelernt, wo Pastateig noch mit dem Wallholz ausgerollt und Stück für Stück gefaltet wird. Genau so arbeitet er heute auch in Zürich. Das Ergebnis: Pasta, die in der Stadt ganz vorne mitspielt. Für zwei Abende bekommt Jacoby Verstärkung: Am 16. und 17. April kocht Michaela Frank mit. Die Zürcher Köchin war Stipendiatin von Andreas Caminadas Förderprogramm «Fundaziun Uccelin» und später Zürichs jüngste Starchefin mit 14 GaultMillau-Punkten. Zuletzt stand sie im «Rank» am Herd, inzwischen ist sie als freie Köchin unterwegs. Die Idee zur Zusammenarbeit ist unkompliziert: «Wir gestalten das Menü zusammen», so Jacoby. «Gäste sollen Einflüsse von beiden sehen, ohne dass es gesucht wirkt.» Fünf Gänge im Tavolata-Stil. Zum Start gibts Antipasti zum Teilen: Blattsalat mit Kabis und chinesischem Dressing, Congee-Arancini und ein kleiner Bao. Danach Mungbohnen-Noodles mit ’Nduja-Sauce und grünem Spargel, gefolgt von einer chinesisch inspirierten Parmigiana aus Aubergine, eingelegten Tomaten vom letzten Sommer und Taleggio sowie Mapo-Tofu-Ravioli zum Hauptgang. «Jeder Gang ist von uns beiden», sagt Jacoby. «Eine Fusion aus Michaela Frank und Bom e belli.» Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Die Crew des «Roten Delfin», Simon Schneeberger und Jana Heinichen stehen als nächste Gastchefs in den Startlöchern. Jetzt reservieren unter restaurantkantine.ch.