Die Keynote der GTC 2026 wurde nicht mit neuer KI-Hardware begonnen. Stattdessen stellte NVIDIAs CEO ein Neural Rendering vor, welches als DLSS 5 auf den Markt kommen soll.

Viele Details zu DLSS 5 haben wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Das, was NVIDIA auf der Bühne beschrieben hat, klingt aber wie eine Weiterentwicklung des KI-unterstützten Renderings, wie wir sie schon einige Male aufgezeigt haben. Mittels DLSS und Multi Frame Generation ist es bereits heute möglich, dass 23 von 24 dargestellten Pixeln keiner Renderings-Pipeline mehr entstammen, sondern von einer KI erstellt wurden. Nur einer von 24 Pixeln durchwandert demnach den klassischen Renderingpfad.

Was DLSS 5 nun als «3D-Guided Neural Rendering» bezeichnet, ist ein kompletter Rendering der Frames durch KI und nur noch im Hintergrund werden die notwendigen Berechnungen, beispielsweise der Geometrie und deren Änderungen durch die Eingaben des Nutzers, auf klassischen Wegen durchgeführt.

DLSS 5 nutzt für jedes Einzelbild eines Spiels Farbinformationen und Bewegungsvektoren als Eingabedaten und setzt darauf ein KI-Modell ein, das die Szene mit realistisch wirkender Beleuchtung und Materialdarstellung ergänzt. Diese Effekte orientieren sich an den zugrunde liegenden 3D-Inhalten des Spiels und bleiben über aufeinanderfolgende Frames hinweg konsistent. Die Technologie arbeitet in Echtzeit und unterstützt Auflösungen bis zu 4K, sodass flüssige und interaktive Spielabläufe möglich bleiben.

Das zugrunde liegende KI-Modell wurde darauf trainiert, komplexe Bildinhalte innerhalb einer Szene zu erkennen, etwa Figuren, Haare, Stoffe oder lichtdurchlässige Haut. Gleichzeitig berücksichtigt es unterschiedliche Lichtbedingungen wie Front- oder Gegenlicht sowie diffuse Beleuchtung. Auf dieser Basis soll das System visuell präzise Bilder, die auch anspruchsvolle Effekte wie Lichtstreuung in Haut, den Glanz von Stoffen oder Licht-Material-Interaktionen auf Haaren darstellen können, erzeugen, ohne dabei die Struktur und inhaltliche Bedeutung der ursprünglichen Szene zu verändern. 

Publisher und Entwickler wie Bethesda, CAPCOM, Hotta Studio, NetEase, NCSOFT, S-GAME, Tencent, Ubisoft und Warner Bros. Games sollen bereits an der Umsetzung von DLSS 5 arbeiten. An Spielen mit DLSS 5 nennt NVIDIA AION 2, Assassin’s Creed Shadows, Black State, CINDER CITY, Delta Force, Hogwarts Legacy, Justice, NARAKA: BLADEPOINT, NTE: Neverness to Everness, Phantom Blade Zero, Resident Evil Requiem, Sea of Remnants, Starfield, The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered und Where Winds Meet.

In einem X-Post spricht Bryan Catanzaro, VP, Applied Deep Learning Research bei NVIDIA davon, dass DLSS 5 schon «bald» für den PC verfügbar sein soll. In einem Blog-Post von NVIDIA ist von Herbst die Rede. Dort findet ihr auch zahlreiche Screenshot-Vergleiche.

Insofern ist davon aufzugehen, dass alle GeForce-RTX-50-Karten DLSS 5 unterstützen werden. Die von NVIDIA gezeigten Demos verwendeten noch zwei GeForce RTX 5090 für die notwendigen Berechnungen.

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