Anfang des Jahres zeigte Kia seinen neuen Einstiegs-Stromer auf dem Brüsseler Autosalon. Wir erhielten einen ausschweifenden Blick auf Design, Innenraum und Datenblatt. Nun liefern die Koreaner einige noch fehlenden Puzzleteile nach.

Die Preise für den Kia EV2 starten bei 26.600 Euro für die Basisversion mit dem 42,2-kWh-Standardakku. Produziert wird das Modell als zweites Elektroauto der Marke im slowakischen Werk in Zilina. Kia fächert das Angebot in die vier aufeinander aufbauenden Linien Light, Air, Earth und GT-Line auf.

Kia EV2 (2026)

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Quelle: Kia

Die Basisvariante Light kommt mit Panoramadisplay, LED-Scheinwerfer und einer Klimaautomatik. Zudem gibt es im Einstieg sieben Airbags sowie diverse Assistenzsysteme wie der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion. Eine Rückfahrkamera, Parksensoren an Front und Heck sowie ein Smart-Key-System gehören ebenfalls zum Serienumfang.

Damit kommt der Koreaner schon in der Basis besser ausgestattet daher als vergleichbare Konkurrenten wie Fiat Grande Panda, Citroën e-C3 oder Opel Mokka. Eine Stufe höher, in der Version Air, ist der EV2 für den Anhängerbetrieb zugelassen und darf gebremst wie ungebremst bis zu 750 Kilogramm ziehen. Das Infotainmentsystem lässt sich hier optional zum vollumfänglichen Navigationssystem aufrüsten. In der Basis arbeitet hingegen das System ccNC Lite, bei dem Apps wie Google Maps via Smartphone-Integration die Routenführung auf dem Bildschirm übernehmen. 

Wer den Earth wählt, kann als Neuerung bei Kia optional ein 22-kW-Bordladegerät für Wechselstrom ordern, was die Ladezeiten an der heimischen Wallbox oder an städtischen AC-Säulen reduziert. Zudem lässt sich ab dieser Linie der Fond mit zwei längs verschiebbaren Einzelsitzen anstelle der festen Rückbank ausstatten. Je nach Stellung der Sitze variiert das Kofferraumvolumen zwischen 362 und 403 Litern. Platz für das Ladekabel bietet ein 15 Liter fassender Frunk unter der vorderen Haube. 

Kia EV2 (2026)

Bilder von: Kia

Kia EV2 (2026)

Bilder von: Kia

Das Topmodell kommt als GT-Line zu den Händlern. Das sportlich ausgerichtete Modell hebt sich optisch unter anderem durch 19-Zoll-Leichtmetallfelgen ab. Im Innenraum sorgen Sitze aus hochwertiger Ledernachbildung, Sportpedale und ein schwarzer Dachhimmel für ein dynamischeres Ambiente. Unabhängig von der Ausstattungslinie gewährt der Hersteller auf den EV2 die gewohnten sieben Jahre Garantie auf das Fahrzeug sowie acht Jahre auf die Batterie.

Der in Europa entwickelte Stromer ist ab sofort bestellbar – einen Konfigurator konnten wir online derweil noch nicht entdecken. Wer sich für den EV2 entscheidet, muss allerdings auf den genauen Zeitplan achten. Den Anfang machen im April die mittleren Ausstattungen Air und Earth mit der Standardbatterie. Zu denen ist der Einstiegspreis jedoch noch nicht rübergeschwappt.

Erst im Juli rollen dann alle Varianten mit dem großen 61,0-kWh-Akku zu den Händlern. Auch die Topversion GT-Line wird damit erst im Sommer erscheinen. Wer auf den angesprochenen günstigen Einstiegspreis von 26.600 Euro eingeschossen hat, muss sich tatsächlich am längsten gedulden: Die Basisversion Light folgt erst im Oktober.