Demenz gilt bei vielen Menschen noch immer als Schicksal, gegen das man wenig tun kann. Doch Studien zeigen inzwischen ein anderes Bild. „Bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen könnten theoretisch vermieden oder hinausgezögert werden, wenn bekannte Risikofaktoren beeinflusst werden“, sagt Uwe Meier, Neurologe am Neurocentrum Grevenbroich der Augustinusgruppe im Gespräch mit unserer Redaktion. Zu den wichtigsten Faktoren gehören Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und die Behandlung von Bluthochdruck. Doch auch andere Einflüsse prägen die Gesundheit des Gehirns. Geistige Aktivität, soziale Kontakte und ein guter Umgang mit Stress stärkten die sogenannte kognitive Reserve – also die Fähigkeit des Gehirns, krankhafte Veränderungen lange auszugleichen.