Am 8. März 2026 stimmt die Schweiz über die Klimafondsinitiative ab. Sie sei gut für die heimische Wirtschaft, meint Nationalrätin Aline Trede. Ein Gastbeitrag.

Frau Porträtfoto Grün BrilleAline Trede ist Berner Nationalrätin für die Grünen. – zVg

Wir werden am 8. März über die Klimafondsinitiative abstimmen.

Die Initiative will 0,5 Prozent bis 1 Prozent des BIP für Klimaschutzmassnahmen, Weiterbildungen, Umschulungen, erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen, Innovation, technologischen Fortschritt, Investitionen in eine zukunftsfähige Wirtschaft, Biodiversität, Klimaanpassungsmassnahmen und Wiederinstandsetzungen investieren.

Heute geben wir rund 3 Milliarden Franken für diesen Bereich aus (ohne Wiederinstandsetzung nach Naturkatastrophen), leider sollen mit den kommenden Kürzungsmassnahmen im Entlastungspaket schon wieder 400 Millionen davon gestrichen werden, das Gebäudeprogramm.

Was direkt das Problem aufzeigt: Die Bevölkerung hat mehrmals Ja gesagt zu den internationalen Klimazielen des Pariser Abkommens. Um die zu erreichen brauchen wir mehr Investitionen, auch dazu hat die Bevölkerung Ja gesagt.

Die Investition bleibt im Land

Nur haben wir dieses Geld nicht gesichert, wenn wir die aktuelle Spardebatte anschauen. Deshalb braucht es den Klimafonds.

Wenn wir 0,5 Prozent des BIP nehmen, wären das noch 1,5 Milliarden mehr als heute, was wir für die Klimanapassungsmassnahmen und Aufräumen nach Unwettern sowieso brauchen werden, also kann es auch langfristig geplant werden.

UnwetterAufräumen nach Unwettern ist eine teure Angelegenheit. (Archivbild) – Nau.ch/Nico Leuthold

Die Investition bleibt in unserem Land, unterstützt unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft, die Wertschöpfung bleibt hier.

Befürwortest du die Klimafondsinitiative?

1Ja.

2Nein.

Heute geben wir 8 Milliarden Franken für fossile Energieträger aus, diese Milliarden fliessen alle ins Ausland. Das geht also besser, für uns alle, unsere Wirtschaft und unsere Lebensgrundlage.

Aline Trede (*1983) ist Nationalrätin für die Grünen und lebt in Bern.