Fabelwesen schweben über dem Bundesplatz.Fabelwesen schweben über dem Bundesplatz.

Bild: Regula Jauner

Die Berner Museumsnacht hat auch in ihrer 24. Ausgabe ein grosses Publikum angezogen. Bei frühlingshaftem Wetter wurden am Freitagabend zwischen 18 und 2 Uhr in den rund 40 teilnehmenden Museen, Bibliotheken, Archiven und Gastinstitutionen insgesamt 102’993 Eintritte gezählt, wie die Veranstalter mitteilen.

Schon kurz nach dem Start füllten sich Ausstellungsräume, Innenhöfe, Parks und weitere Kulturorte mit Besucherinnen und Besuchern. Viele liessen sich ohne festen Plan durch die Nacht treiben, andere steuerten gezielt einzelne Programmpunkte an. Zwischen Gesprächen, Führungen, Konzerten und Workshops entstand eine lebendige Mischung aus kulturellem Ausgehen, Entdecken und Verweilen.

Museumsnacht Bern mit Theater- und Konzerten, wie hier beim Generationenhaus.Museumsnacht Bern mit Theater- und Konzerten, wie hier beim Generationenhaus.

Bild: zvg/Sam Buchli

Die thematische Bandbreite war auch in diesem Jahr gross. In der Antikensammlung ging es um das Jenseits und um Fragen rund um Sterben und Weiterleben. In der Medizinsammlung standen dagegen ganz praktische Einblicke in medizinische Themen im Vordergrund, etwa bei der Behandlung von Nierensteinen. Im Bernischen Historischen Museum rückte das Murtenpanorama in den Fokus, wo die Truppen von Karl dem Kühnen symbolisch ins Jenseits befördert wurden.

Im Museumsquartier blickte ein Orakel in die Zukunft, während im Museum für Kommunikation Gedanken gelesen wurden. Im Berner Generationenhaus konnten Besucherinnen und Besucher beim Erbstücklotto Erinnerungsstücke gewinnen. Die Kornhausbibliothek wiederum öffnete mit «Banned Books» den Blick auf Werke, die andernorts verboten sind.

Ungewohntes und Aussergewöhnliches fand PlatzMuseumsnacht Bern: Ein Töggelikasten der besonderen Art.Museumsnacht Bern: Ein Töggelikasten der besonderen Art.

Bild: zvg/Sam Buchli

Auch ungewöhnlichere Formate fanden ihren Platz im Programm. Im Botanischen Garten führte eine Geisterbahn durch nächtliche Pflanzenwelten. Im Schulmuseum wurde gezeigt, wie Bewegung Lernprozesse unterstützen kann. Und in der Mobiliar wurde bis in die frühen Morgenstunden bei einem Rave mit DJ Kid Silly getanzt. Und auf dem Bundesplatz schwebten farbige Fabelwesen über den Tausenden Besucherinnen und Besuchern.

Gerade diese Mischung aus klassischen Museumsinhalten und unkonventionellen Formaten machte den Reiz der Nacht aus. Wissenschaft, Geschichte, Kunst und Unterhaltung standen nicht nebeneinander, sondern griffen ineinander. So sprach die Veranstaltung erneut ein breites Publikum an – von jungen Nachtschwärmern bis zu langjährigen Museumsbesucherinnen und -besuchern.

An diversen Orten fanden Konzerte statt.An diversen Orten fanden Konzerte statt.

Bild: zvg/Sam Buchli

Die Organisatoren werten die diesjährige Ausgabe auch als Erfolg. Die Museumsnacht habe einmal mehr gezeigt, wie vielfältig und zugänglich das kulturelle Angebot in Bern ist. Mit den über 100’000 Eintritten bestätigte die Veranstaltung ihre Bedeutung als einer der grossen Kulturanlässe der Bundesstadt.

Sich zurecht zu finden, fiel nicht schwer.Sich zurecht zu finden, fiel nicht schwer.

Bild: zvg/Sam Buchli

Theater an ungewöhnlichen Orten.Theater an ungewöhnlichen Orten.

Bild: zvg/Sam Buchli

Die Berner Kantonalbank war einer der Sponsoren des Grossanlasses.Die Berner Kantonalbank war einer der Sponsoren des Grossanlasses.

Bild: zvg/Sam Buchli

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Hans Wicki