VerkehrssicherheitKanton will Durchgangsverkehr reduzieren: Das gilt neu in der Mülhauserstrasse

Der Kanton Basel-Stadt will die Mülhauserstrasse vom Durchgangsverkehr entlasten und verhängt nun neue Regelungen.

Zu Stosszeiten weichen viele Autofahrende auf die Mülhauserstrasse aus – sehr zum Ärger der Anwohnenden. Nun reagiert der Kanton Basel-Stadt: Die Quartierstrasse soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Wie der Kanton am Montag mitteilte, dürfen Autos ab Ende April vom Kannenfeldplatz her nicht mehr in die Mülhauserstrasse einfahren.

Bild: zvg

Die Strasse ist seit 2016 als Velostrasse signalisiert, wird aber besonders morgens und abends stark von Autos genutzt – oft als Abkürzung Richtung Autobahn. Das beeinträchtigt laut Kanton die Sicherheit der Velofahrenden und sorgt auch im Quartier für Unmut. Mehrere Anwohnende hätten sich deshalb direkt an die Behörden gewandt.

Mit der neuen Regelung soll sich das ändern: Der motorisierte Durchgangsverkehr wird eingeschränkt, Velofahrende erhalten mehr Platz und bereits ab der Kannenfeldstrasse einen eigenen Streifen. Die Zufahrt für Autos bleibe aus Richtung Metzerstrasse möglich. Damit entspreche die dortige Velostrasse neu den Anforderungen einer Velovorzugsroute.

Besonders zu Stosszeiten weichen viele Autofahrende auf die Mülhauserstrasse aus.Besonders zu Stosszeiten weichen viele Autofahrende auf die Mülhauserstrasse aus.

Bild: Pro Velo beider Basel

Auch Pro Velo beider Basel meldet sich zu Wort: «Bisher sieht die sogenannte ‹Velostrasse› eher wie eine Autostrasse aus. Insbesondere während der Spitzenzeiten hat es wegen der dreireihigen Autokolonnen keinen Platz für komfortables, geschweige denn sicheres Velofahren», schreibt die Velo-Lobby-Organisation am Montag in einer Mitteilung. Die Sperrung für den Autoverkehr vom Kannenfeldplatz her sei daher ein Schritt in die richtige Richtung.

Zusätzlich wird beim Kannenfeldplatz ein Fussgängerstreifen aufgehoben, der laut Kanton den heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr entspricht. So führt er ohne Mittelinsel über zwei Fahrspuren und ist mit knapp 14 Metern zu lang. Zudem führt er direkt in die Bushaltestelle, so dass ein Queren immer dann nicht möglich ist, wenn ein Bus an der Haltestelle steht.

Die Anpassungen sind rechtskräftig. In den kommenden Wochen wird vor Ort mit Infotafeln informiert, die Markierungen sollen – bei gutem Wetter – um den 20. April umgesetzt werden. (ala)

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