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Der Schweizer Hörsystemspezialist Sonova hat im Zuge der Veröffentlichung der Geschäftszahlen eine umfassende Umstrukturierung seiner Marktstrategie angekündigt. Die Firma wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und keine Consumerprodukte mehr anbieten. Auch die Kopfhörersparte von Sennheiser will sie loswerden.
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Neuer Chef, neue Strategie
Sonova hatte die Kopfhörersparte von Sennheiser mit seinem Firmensitz im niedersächsischen Wedemark bei Hannover im Jahr 2021 für einen Betrag von 200 Millionen Euro übernommen. Der damalige Sonova-Chef Arnd Kaldowski sagte, man wolle die Belegschaft behalten und den Standort erhalten, da dort die Expertise liege.
Sein Nachfolger Eric Bernard, der Kaldowski im September 2025 abgelöst hat, vollzieht nun eine radikale Strategiewende: Um sich strategisch klarer auf die „Kernaktivitäten in der Hörversorgung“ zu konzentrieren, plant Sonova den Verkauf des kompletten Consumer-Hearing-Geschäfts.
Für Sonova bedeutet dies, dass man die eigenen Tätigkeiten „auf die Bereiche Hörgeräte und Cochlea-Implantate konzentrieren“ werde. Man wolle das Consumer-Hearing-Geschäft veräußern, „um die Ressourcen konsequent auf Innovationsprioritäten auszurichten“, heißt es. Das Unternehmen sagte, dass man „den bestmöglichen Eigentümer für dieses Geschäft“ finden wolle. Die Consumersparte umfasst Audio-Produkte für Konsumenten wie Premium-Kopfhörer, True-Wireless-Earbuds, High-End-Geräte und Soundbars. Auch dazu gehören sogenannte „Hörlösungen light“ (Hearables), die etwa Sprache in lauter Umgebung verbessern, aber noch keine klassischen Hörgeräte sind.
Ambitionierte Ziele
Ein weiterer Aspekt, der laut Sonova für die Abspaltung von Bedeutung zu sein scheint: Die Vertriebskanäle, Nachfragedynamiken und Entwicklungszyklen der Consumer-Produkte unterscheiden sich von jenen der Hörgeräte und Cochlea-Implantate zu stark. Ab dem Jahresabschluss 2025/26 soll der Consumer-Geschäftsbereich „als zum Verkauf bestimmter Geschäftsbereich ausgewiesen“ werden.
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Sonova verfolgt mit der neuen Strategie ambitionierte Ziele. Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 will das Unternehmen einen Umsatz von 6 Milliarden Schweizer Franken (etwa 6,6 Milliarden Euro) erreichen. Das entspräche einer jährlichen Wachstumsrate von rund 8 bis 9 Prozent.
(afl)
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