Nach mehr als 20 neuen Modellen in den Jahren 2024 und 2025 verfügt Audi nach eigener Aussage inzwischen über das jüngste Portfolio im Wettbewerb. 2026 setzt das Unternehmen seine Modellerneuerung entschlossen fort. Im Zentrum stehen der Q9 sowie im Kompaktsegment der elektrische A2 e-tron. Weitere Highlights sind die dritte Generation des Q7, der überarbeitete Q4 e-tron sowie der neue RS 5.
Jetzt zeigt sich die große Modellpflege des Audi Q4 e-tron als kaum noch getarnter Erlkönig. Die Aufnahmen zeigen deutliche optische Anpassungen, die jedoch nur einen Teil der Modellpflege darstellen.
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Quelle: Automedia
Die Änderungen an der Front erschließen sich erst bei genauer Betrachtung. Die Grundform der Scheinwerfer bleibt unverändert, doch das Innenleben wurde neu gestaltet. Trotz gezielter Tarnfolien auf den Leuchteinheiten sind die Modifikationen erkennbar: Die LED-Tagfahrlichter bestehen künftig aus parallel angeordneten horizontalen Lichtleisten.
Darunter sind Abblend- und Fernlicht positioniert. Diese Struktur verleiht der Front eine präzisere Lichtsignatur und orientiert sich an aktuellen Designtrends der Marke.
Auch der Kühlergrill wurde überarbeitet. Audi setzt hier auf eine neue Gitterstruktur, die sich am größeren Audi Q6 e-tron orientiert. Der Stoßfänger zeigt sich insgesamt klarer gezeichnet. Das Kennzeichen verbleibt zentral positioniert, während im unteren Bereich ein neu gestalteter Lufteinlass mit Wabenstruktur integriert ist. Diese Maßnahmen führen zu einem aufgeräumteren Erscheinungsbild.
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Audi Q4 Facelift (2026) Erlkönig
Bild von: Automedia
Am Heck fallen ebenfalls Anpassungen ins Auge. Die Rückleuchten erhalten eine neue Grafik, die das Lichtdesign moderner wirken lässt. Ergänzend wurde der hintere Stoßfänger modifiziert, um die optische Breite des Fahrzeugs zu betonen.
Im Innenraum bleibt ein grundlegender Umbruch aus. Das Cockpit gilt bereits als technisch ausgereift, weshalb derzeit nicht mit der Einführung eines großformatigen, gebogenen Displays zu rechnen ist. Stattdessen dürfte Audi die bestehende Architektur gezielt weiterentwickeln.
Technisch konzentriert sich die Modellpflege auf Effizienz und Alltagstauglichkeit. Hier wird man sich wohl am Facelift des VW ID.4 orientieren, der damit zum ID. Tiguan mutiert. Erwartet werden Verbesserungen bei Komfort- und Assistenzsystemen sowie eine höhere Energiekapazität der Lithium-Ionen-Batterien. Zudem sollen leistungsstärkere Onboard-Lader die Ladezeiten verkürzen.
Mit diesen Maßnahmen positioniert sich der überarbeitete Q4 stärker im Wettbewerb, insbesondere gegenüber Modellen wie dem jüngst überarbeiteten Tesla Model Y oder einem Kia EV5. Trotz überschaubarer äußerer Änderungen handelt es sich um eine substanzielle Weiterentwicklung. Die Überarbeitungen werden auch für die dynamisch gezeichnete Variante Q4 Sportback übernommen. Beide Versionen sollen Mitte 2026 in den Handel kommen.