Vor Verhandlungen am Dienstag in Genf
Atom-Gespräche: Iran erstmals bereit zu Zugeständnissen
15.02.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Der iranische Diplomat Madschid Tacht-Rawanchi geht auf die USA zu. (Archivbild) (Quelle: Maryam Majd via www.imago-images.de/imago)
Neue Bewegung im Atomstreit zwischen den USA und Iran. Vor den nächsten Gesprächen am Dienstag in Genf deutet Teheran ein Einlenken an.
Der Iran ist nach Regierungsangaben unter bestimmten Bedingungen zu Kompromissen bereit, um ein Atomabkommen mit den USA zu erreichen. Voraussetzung sei, dass die US-Regierung willens sei, über eine Aufhebung ihrer Sanktionen gegen das Land zu verhandeln, sagte Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi dem britischen Sender BBC. Er beharrte aber auf Vorleistungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump. «Wenn sie es ernst meinen, dann bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einem Abkommen sind.»
US-Außenminister Marco Rubio hatte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt, Präsident Donald Trump bevorzuge zwar eine Einigung, es sei jedoch «sehr schwer», eine mit dem Iran zu erzielen.
Die Positionen des Irans und der USA liegen weit auseinander. So will der Iran nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen sprechen. Die USA wollen die Verhandlungen jedoch ausweiten. Sie wollen zusätzlich über die ballistischen Raketen des Irans und seine Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen beraten.
