Immer wieder kann es vorkommen, dass Publibikes unrechtmässig geöffnet werden. Dies scheint in Basel über das Wochenende mehreren Jugendlichen gelungen zu sein.

publibikeSolche Publibike-Stationen, wie hier beim Campus der FHNW in Muttenz, findet man in und um Basel häufig. – Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

Am Wochenende musste die Basler Kantonspolizei wegen Publibikes ausrücken.

Auf Social Media wird behauptet, dass zahlreiche persönliche Pin-Codes verbreitet wurden.

Jugendliche hätten damit Velos geöffnet, diese beschädigt und sogar ins Wasser geworfen.

Bei Publibike ist die Problematik bekannt. Man habe bereits gehandelt.

Wer durch Basel spaziert, für den sind sie fast allgegenwärtig: die knallroten Leih-Velos von Publibike. An zahlreichen Stationen in und ausserhalb der Stadt sind diese zu finden.

Doch Achtung: Es kann vorkommen, dass diese unter Verwendung eines fremden Accounts missbräuchlich genutzt werden.

So warnt ein User der Social-Media-Plattform Reddit, dass dies in Basel über das vergangene Wochenende in beträchtlichem Ausmass vorgefallen sei.

«Hunderte persönliche Pin-Codes» seien über Gruppenchats verbreitet worden, heisst es darin. So sei es Jugendlichen möglich gewesen, mehrere Velos zu öffnen und mit diesen herumzufahren.

publibike baselDurch konsequentes Probieren können persönliche Kunden-Codes ausgekundschaftet werden. – Nau.ch

Auch hätten diese die Drahtesel beschädigt und sogar ins Wasser geworfen. «Das führt auch dazu, dass die Accounts unschuldiger Nutzer zeitweise blockiert werden», steht in dem Post weiter.

publibikeIn einem Beitrag online wird darauf aufmerksam gemacht, dass Pin-Codes für Publibikes in Gruppenchats verbreitet worden seien. – Screenshot Reddit

Tatsächlich scheint am Wochenende etwas in diese Richtung vorgefallen zu sein. Die Kantonspolizei Basel-Stadt bestätigt gegenüber Nau.ch einen Einsatz am Samstag «im Zusammenhang mit Publibikes».

Mehr könne man aktuell jedoch dazu nicht sagen, erklärt Mediensprecher Rooven Brucker.

Problem bei Publibike bekannt

Nau.ch hat auch bei Publibike nachgefragt, was es damit auf sich hat. CEO Markus Bacher sagt, man kenne das Problem. Vandalismus an den Bikes könne man jedoch nicht nachvollziehen und verurteile diesen.

Die Jugendlichen hätten durch manuelles Ausprobieren existierende Kunden-Codes herausgefunden. Dies könne von Zeit zu Zeit passieren. «Dies war hier der Fall», äussert Bacher.

Nutzt du Publibike?

1Ja, regelmässig und sehr gerne!

2Hin und wieder.

3Nein, ich fahre lieber mit dem ÖV oder dem Auto.

Eine ähnliche Situation habe es vergangenes Jahr im Zentralwallis bereits gegeben. «Der Pin-Code verbreitet sich schnell über Chats und so können einige Fahrräder unrechtmässig geöffnet werden.»

Ein Code reiche, um gleich mehrere Velos auszuleihen. Die Situation sei jedoch unter Kontrolle. «Wir haben die Zeit für die Eingabe des Pin-Codes/Wieder-Erlauben der Eingabe des Pin-Codes am Veloschloss verkürzt.»

Seit Dienstag sei dies aktiv. «Die Lage hat sich seither massiv beruhigt», so Bacher.