
Traditionell im Mai lüften die großen US-Broadcaster das Geheimnis um ihr Programm für die kommende Herbst-Saison. Doch bevor gefeiert wird, wird aussortiert. Während CBS im Crime-Sektor weiterhin auf Dick Wolfs „CIA“ setzt, fallen andere bekannte Namen aus dem Programm.
Reichweiten-Halbierung besiegelt das Schicksal von „Watson“
Im Mai präsentieren die alt eingesessenen US-Broadcaster, also die klassischen TV-Stationen, ihr Programm für die kommende Saison, die dann im September beginnt. In den Wochen zuvor fallen traditionell wichtige Programmentscheidungen.
Auch CBS treibt seine Pläne voran. Vor einigen Tagen wurde etwa schon bekannt, dass man im Crime-Bereich auf Konstanz setzt, unter anderem ist eine neue Staffel von „CIA“ auf dem Weg. An anderer Stelle werden bekannte Zöpfe aber abgeschnitten. Die Serie „Watson“ wird in diesem Mai nach zwei Staffeln und etwas mehr als 30 Episoden beendet.
Kurzes Gastspiel: Auch Comedy-Hoffnung „DMV“ fliegt raus
In Deutschland ist die Serie bei Sky und Wow verfügbar. CBS hat sich zu den Gründen der Absetzung nicht im Detail geäußert. Die zweite Staffel knüpfte aber nicht mehr an die Reichweiten der Auftaktrunde an – grob gesagt wurden sie halbiert. Dieses fehlende Interesse darf als wahrscheinlicher Grund für diese Programmentscheidung angeführt werden.
Abgesetzt wurde neben „Watson“ zudem auch die Workplace-Comedy „DMV“, die erst vor wenigen Monaten debütierte und damit nicht über eine einzige Staffel hinauskommt.
Für deutsche Sender oder Streamer heißt das: Aufgrund der nur geringen Folgenanzahl verliert das Format seinen Reiz. Kurzlebige Formate ohne Fortsetzungspotenzial lassen sich nur schwer vermarkten und verschwinden oft sang- und klanglos in den Archiven.
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Manuel Weis arbeitet seit über zwei Jahrzehnten als Medienjournalist und war in dem Zeitraum für unterschiedliche führende Publikationen tätig. Er verfolgt die Entwicklungen der Medienbranche intensiv und liefert Analysen, Einblicke und Neuigkeiten.