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Gegen Live-Fußball war kein Kraut gewachsen. Sat.1 etwa setzte nur auf eine Konserve. Im ZDF holte das Staffelfinale von „SOKO Leipzig“ klar weniger Fans als sonst.

6,01 und 7,12 Millionen Menschen ab drei Jahren sahen am Freitagabend das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz, live übertragen von RTL. Der Kölner Privatsender sicherte sich mit dem Match im Gesamtmarkt 25,6 und 34,1 Prozent Marktanteil. In der klassischen Zielgruppe kam der Ballsport auf überragende Werte, RTL wurde klarer Marktführer: 36,1 und 43,1 Prozent Marktanteil waren schlicht unschlagbar.

Die Lust auf Fußball bekam auch das ZDF zu spüren. Dort ging ab 21:15 Uhr die jüngste „SOKO Leipzig“-Staffel zu Ende. Die finale Folge kam linear auf 3,29 Millionen Fans – weniger als in den Wochen zuvor. Seit Jahreswechsel erreichten die Folgen der von UFA Mitte hergestellten Krimiserie im Schnitt über vier Millionen, bei einem durchschnittlichen Gesamtmarktanteil in Höhe von knapp 18 Prozent. Das Staffelfinale bescherte dem ZDF jetzt 14,3 Prozent.

Zuvor lief eine neue Folge von „Mordufer“, die auf 4,36 Millionen Fans kam und somit 19,2 Prozent zu Stande brachte – zu bedenken ist: Die erste halbe Stunde dieses Krimis lief nicht gegen Live-Fußball. Fiction im Angebot hatte am Abend auch Das Erste mit „Die Drei von der Müllabfuhr“ mit 14,3 Prozent Marktanteil bei allen und 3,29 Millionen Zusehenden.

Zahlreiche Privatsender setzten auf Wiederholungen

Sat.1 zeigte 30 besondere Momente von „The Voice Kids“: Die Casting-Show-Schnipsel kamen bei den Jüngeren auf schlechte 3,9 Prozent

Vox sendete „Goodbye Deutschland“, auf vier Prozent bei den Umworbenen kamen die Auswanderer-Storys

Der von ProSieben gesendete Film „Venom“ sicherte sich sieben Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen

Das ZDF setzte am späteren Abend noch auf das Satire-Doppel „heute-show“ und „ZDF Magazin Royale“: 3,37 und 1,46 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer wurden festgestellt. Insbesondere die Jan-Böhmermann-Sendung blühte mit diesmal 23 Prozent Marktanteil förmlich auf – der Wert liegt weit über dem sonst üblichen Durchschnitt. Oliver Welke bewegte zuvor 22,6 Prozent der 14- bis 49-Jährigen zum Einschalten.

Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.14; 27.03.2026; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp TV; produktbezogen

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