Neben zahlreichen anderen Airlines weltweit haben auch Air France & KLM die Treibstoffzuschläge deutlich erhöht. Angekündigt war von der Unternehmensgruppe eine Erhöhung um 50€ für Hin- und Rückflüge in der Economy Class.
Mittlerweile wurden weitere Änderungen implementiert – und die sind deutlich gravierender. Das wird vor allem mit Blick auf die Prämienflüge ersichtlich. Als wir Anfang des Monats über die neuen Promo Awards berichtet haben, gab es beispielsweise noch Business-Flüge Berlin – Paris – Ottawa für 45.000 Meilen + 326€ oneway. Jetzt werden für den gleichen Flug 416€ an Zuzahlung fällig (über Flying Blue):
Laut Preisaufschlüsselung entfallen davon 116€ auf die tatsächlichen Steuern & Gebühren. Der Rest sind Zuschläge, die direkt in die Tasche der Airline fließen (30€ „SAF-Beitrag“ und 270€ „internationaler Zuschlag“):
Anhand unserer Stichproben zeigt sich folgende Entwicklung der Zuschläge. Bezogen ausschließlich auf die Zuschläge, exklusive tatsächlicher Steuern & Flughafengebühren:
Berlin – Paris – Ottawa: 300€ statt 210€ (+ 43%)
Hamburg – Amsterdam – Bogota: 300€ statt 180€ (+ 67%)
Stuttgart – Amsterdam – St. Maarten: 300€ statt 180€ (+ 67%)
Einschätzung
Zwar sind die Zuschläge bei Air France & KLM nicht ganz so unverschämt wie bei der Lufthansa Group. Dennoch ist die Entwicklung auch dort keinesfalls begrüßenswert. Zumal die Preise für Transatlantik-Prämienflüge erst kürzlich von 50.000 auf 60.000 Meilen (pro Richtung in der Business Class) gestiegen sind.
Die wirklich spannende Frage bleibt: Sind die Airlines genauso schnell darin, die Zuschläge wieder zu senken, wenn die Ölpreise fallen? Oder nutzen die Airlines nur die aktuelle Gelegenheit und lassen sie dann auf dem Niveau?
Quelle: Reddit
Titelbild: David Syphers

