MargarethenverbindungRund 11 Millionen aus Basel-Stadt: Ab 2030 soll das Tram den Stich hochfahren

Die Finanzierung der Margarethenverbindung zwischen Basel und Binningen steht. Das kurze Stück Schiene, das seit rund einem Jahrzehnt für politische Debatten sorgt, soll 2030 befahren werden.
Links im Bild geht’s hoch: Die Regierungen beider Basel haben die Finanzierung der Verbindung nach Basel fixiert.
Bild: Kenneth Nars
Die Margarathenverbindung, auch bekannt als Margarethenstich zwischen Basel und Binningen, soll 2030 in Betrieb gehen können. Dann fährt die Tramlinie 17 dort hoch Richtung Bahnhof SBB. Im Rahmen dessen wird auch die Heuwaage umgebaut, wo heute eine grosse Tramwendeschlaufe ist. Dort soll es eine «grosszügige Begrünung» geben. Die Regierungen Basel-Stadt und Baselland haben nun ihre Finanzierungsvorlagen beisammen.
Ursprünglich wurde die Finanzierung der Margarethenverbindung im Baselbiet anlässlich einer Volksabstimmung abgelehnt. Da mittlerweile aber sämtliche Massnahmen wegen Auflagen rund um die Tramverbindung ohnehin hatten realisiert werden müssen, blieb nur noch die Tramverbindung den kleinen Hügel hoch offen. Die Kantone Basel-Stadt und Baselland einigten sich darauf, dass Basel-Stadt nun die Finanzierung des eigentlichen Schienenstücks übernimmt.
Insgesamt kostet dies 18 Millionen Franken. Der Bund trägt bis zu 40 Prozent der Kosten, auf Basel-Stadt entfallen 11 Millionen Franken, das Baselbiet trägt noch 900’000 Franken. Letztere befinden sich in der Ausgabenkompetenz der Baselbieter Regierung und wurden bereits gesprochen. In Basel-Stadt wird der Grosse Rat darüber befinden.
Die Basler Baudirektorin Esther Keller (GLP) betonte, dass damit unter anderem das Gundeldinger-Quartier massgeblich vom Autoverkehr entlastet werden soll. Auch der scheidende Baselbieter Baudirektor Isaac Reber (Grüne) betonte, warum das hohe Tempo wichtig sei: «Es muss jetzt geschehen, sonst wäre dies eine verpasste Chance.» Durch die Realisierung der Margarethenverbindung werde auch die Basler Innenstadt entlastet, da der «Theaterbogen» weniger befahren werde.
++ Update folgt ++
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Andreas Schwald

