Wer auch aus der Ferne die Tür steuern und überprüfen möchte, um beispielsweise dem Postboten oder Freunden die Tür zu öffnen, der kann dies aber nicht ohne Weiteres. Hierfür braucht man wahlweise die WLAN-Bridge des Herstellers (ca. 70 Euro bei Amazon), die für unseren Test nicht zur Verfügung stand, oder ein Matter-Smart-Home. Das ist mit hochwertigeren bzw. teureren Smart Locks mit integriertem WLAN (wie dem Linus Smart Lock L2) komfortabler, wobei die Konnektivität via Matter im Test der Lite-Version auch gut funktioniert hat. Dies erfordert aber eben eine Matter-Zentrale. Vernetzbar ist das Linus L2 Lite mit Amazon Alexa, Apple HomeKit, Google Home, Philips Hue sowie SmartThings.

Ein weiterer kleiner Nachteil des günstigen Yale Linus Smart Lock L2 Lite ist, dass es ab Werk mit recht speziellen und teuren, aber kompakten CR123A-Batterien läuft und nicht via USB-C geladen werden kann. Neigen sich diese dem Ende zu, müssen sie also gewechselt und entsorgt werden. Alternativ können sie gegen Akkus ausgetauscht werden. Wobei dann sechs Stück sinnvoll sind, damit das Smart-Lock auch beim Nachladen funktioniert. Hier sind Premium-Modelle etwas einfacher in der Handhabung, da dort zumeist einfach eine USB-Powerbank angeschlossen werden kann.

Zur Batterielaufzeit können wir noch nichts sagen, da unser Testzeitraum hierfür nicht lange genug gedauert hat. Der Hersteller spricht von bis zu sechs Monaten, wobei dies stark von der Intensität der Nutzung sowie der Gangbarkeit des Türschlosses abhängig ist.

Die Lautstärke des Yale Linus Smart Lock L2 Lite haben wir im Test mit rund 68 dB (aus 1 m Entfernung) gemessen. Damit ist das preiswerte Modell auf Augenhöhe mit dem Standard-Modus des teureren Nuki Smart Lock Ultra, das aber optional im Gentle-Modus leiser arbeiten kann. Vergleichbares gibt es bei diesem deutlich günstigeren Testkandidaten nicht, sodass mit dem durchaus beachtlichen Lärmpegel (gerade nachts) in jedem Fall gelebt werden muss.