Darum geht es:Die Red Boots schliessen die Qualifikation mit dem Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers ab.Auch bei einer Niederlage könnte es für die Playoffs reichen.Zuletzt holten die Red Boots vier Punkte aus zwei Spielen.Vanesa Hoti (links) beim letzten Auftritt gegen GC.Vanesa Hoti (links) beim letzten Auftritt gegen GC.

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Die Red Boots Aarau sind am Samstag am letzten Spieltag der Regular Season bei den Frauen der Grasshoppers zu Gast. Die Ausgangslage ist mehr als günstig: Mit einem Sieg steht man zu 99,9 Prozent in den Playoffs. Der einzige Gegner um diesen letzten Playoff-Platz, die Frauen des FC Luzern, müssten gleichzeitig ihr letztes Spiel gegen YB gewinnen und dabei eine Differenz von neun Toren gutmachen, um den Aarauerinnen noch die Butter vom Brot zu nehmen. Womöglich reicht es am Ende aber auch bei einer Niederlage gegen GC für die Playoffs.

Die Erleichterung vor zwei Wochen war der ganzen Mannschaft ins Gesicht geschrieben. Die Red Boots Aarau konnten ihr Heimspiel im Brügglifeld gegen Thun durch Tore von Tabea Schutt und Anja Klingenstein 2:0 gewinnen und hielten somit die Hoffnung am Leben, sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Weil der FC Luzern am nächsten Tag in St. Gallen 1:3 verlor, konnten die Aarauerinnen Punktemässig zu den Luzernerinnen aufschliessen. Noch besser: Aufgrund der besseren Tordifferenz steht Aarau vor dem letzten Spieltag erstmals in dieser Saison auf dem 8. Platz. Der letzte Platz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt.

Mit neuem Trainer ins neue Jahr

Über weite Strecken dieser schwierigen Saison sah es jedoch nicht danach aus, als würde sich Aarau für die Playoffs qualifizieren können. 16 der gespielten 17 Runden verbrachten die Red Boots auf einem der beiden letzten Ränge. Diese würden den Gang in die unangenehmen Relegationsspiele bedeuten. Hinzu kamen Wochen der Ungewissheit, als Trainer Olivier Häusermann Ende Oktober entlassen wurde. Erst zwei Monate später gelang es den Verantwortlichen, einen neuen Coach zu präsentieren.

Mit Jürgen Seeberger wurde ab dem 1. Januar ein Trainer installiert, der die erwähnten Relegationsspiele verhindern sollte. Der Deutsche übernahm die Mannschaft ohne einen einzigen Sieg auf dem letzten Tabellenplatz. In seinem dritten Spiel als neuer Übungsleiter, Mitte Februar, gelang Seeberger mit den Red Boots ein wichtiger 3:2-Erfolg bei den Frauen des FC Luzern. Der langersehnte erste Meisterschafts-Erfolg war endlich Tatsache.

Red Boots-Trainer Jürgen Seeberger ist seit dem 1. Januar im Amt. Red Boots-Trainer Jürgen Seeberger ist seit dem 1. Januar im Amt.

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Dank dem 0:0 in Rapperswil und dem 2:0-Heimsieg über Thun holten die Aarauerinnen vier Punkte aus den vergangenen beiden Meisterschaftsspielen. Somit haben sich die Red Boots pünktlich zum letzten Spieltag diese positive, kaum mehr für möglich gehaltene Ausgangslage erarbeitet.

Qualifiziert sich der FCA für die Playoffs, würden die Frauen von Servette warten. Die Genferinnen sind mit 14 Punkten Vorsprung deutlich an der Tabellenspitze und stehen dadurch schon seit längerer Zeit als Qualifikations-Siegerinnen fest. Die direkten Duelle gegen Servette in der Regular Season verloren die Red Boots 1:3 und 0:4.

Bevor es aber zu diesem Duell kommen kann, müssen die Aarauerinnen ihre Hausaufgaben am Samstag im Auswärtsspiel bei GC erledigen. Anpfiff auf dem GC-Campus in Niederhasli ist um 17.00 Uhr. Sollte das nicht gelingen, ist man auf Schützenhilfe der YB-Frauen angewiesen. Die Bernerinnen bestreiten ihr letztes Spiel zeitgleich in Luzern. Holen die Red Boots mindestens gleich viele Punkte wie der FCL, stehen sie in den Playoffs der Women’s Super League.

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