Kolumne von Dr. Philipp Gut

Der Zoo Zürich verärgert nicht nur Fleischtiger. Er bietet keine normalen Kalbsbratwürste, Cervelats und Wienerli mehr an, sondern nur noch solche mit Bio-Erbsenprotein.

Der Zoo will damit das Weltklima retten. Auf den Geschmack habe das «keinen Einfluss – auf die Treibhausgasemissionen hingegen schon», schreibt er.

«Das ist keine Wurst!»

Besucher und Öffentlichkeit sehen das anders. Die Empörung in den Kommentarspalten ist gross. «Das ist keine Wurst!», sagt einer im Blick. Das Blatt hält fest: «Zoo-Bratwurst mit Erbsenprotein schmeckt Community nicht.»

Die Teil-vegane «Klimawurst» spalte die Besucher im Zoo Zürich, schreibt Nau.

Heuchelt der Zoo?

Und auf 20 Minuten wird gar der Vorwurf der Heuchelei erhoben. Denn gleichzeitig biete der Zoo eine Kreuzfahrtexpedition in die Antarktis an.

Dazu schreib das Online-Portal: «Kreuzfahrtschiffe stehen schon lange wegen ihrer CO2-Emissionen in der Kritik.»

«Ihr seid kein Erziehungsinstitut»

Die überwiegende Mehrheit der Leser des grössten Schweizer Online-Mediums findet, eine richtige Bratwurst müsse aus Fleisch sein, wie eine Umfrage zeigt.

Am treffendsten bringt es dieser User auf den Punkt: «Wenn ein Betrieb entscheidet, nur noch eine ideologisch geprägte Variante anzubieten, und die klassische Kalbsbratwurst komplett streicht, hat das nichts mehr mit Angebot zu tun, sondern mit Vorschrift. Ihr seid ein Zoo, kein Erziehungsinstitut.»

Gut gebrüllt, Löwe.