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Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Dienstag, dem 7. April 2026, versteigert werden.
Das ist das Highlight der Folge von heute
Margret aus der schönen Altmark und ihr Sohn Torsten aus Lüneburg brachten heute ein ganz besonderes Schmuckstück zu Horst Lichter in die Sendung: ein sogenanntes „Bridal Set“. Ihr Mann hatte die drei Ringe noch zu DDR-Zeiten von einem Pärchen abgekauft, das dringend Geld für den Bau einer Garage benötigte.
Es handelt sich um drei zusammensteckbare Ringe: einen größeren Verlobungsring in der Mitte, der von zwei schmaleren Eheringen flankiert wird. Eine typische nordamerikanische Tradition, um Verliebtheit, Liebe und reife Liebe sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu symbolisieren.

Bei der Expertise sprengt dieses Set alle Erwartungen
Foto: ZDF
Die Ringe bestehen aus einer ungewöhnlichen Kombination aus 14-karätigem (Ringschiene) und 18-karätigem (Ringkopf) Weißgold. Sie sind besetzt mit kleinen Achtkantdiamanten und drei größeren Brillanten, die zusammen etwa 0,56 Karat wiegen. Besonders spannend waren die historischen Zertifikate: eines von 1967 aus Kanada und ein weiteres, das den Wert des Sets 1989 kurz vor dem Mauerfall in Stendal mit fast 12.000 Ostmark bezifferte. Rezepa-Zabel schätzte den Goldwert allein auf rund 560 Euro und den Gesamtwert auf 1.000 bis 1.200 Euro. Dabei hegte Margret ursprünglich eine Wunschvorstellung von 400 bis 500 Euro.
Im Händlerraum begann Walter Lehnertz die Gebotsrunde mit 400 Euro und bot damit bereits den oberen Wunschpreis der Verkäuferin. Die Gebote stiegen schnell, bis 700 Euro erreicht waren. Margret hatte sich jedoch, bestärkt durch die Expertise, einen Wunschpreis von 1.000 Euro erhofft. Waldi konterte mit einem Angebot von 800 Euro und argumentierte, dass der Ring zu diesem Preis heute nicht herzustellen sei. Margret nahm das Angebot überglücklich an und freute sich riesig über den Erlös, der ihren ursprünglichen Wunschpreis verdoppelte.
Alle weiteren Raritäten vom 7. April 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu ist:
Zahnärztliche Tretbohrmaschine: Jenni und Julia aus Lübeck verkaufen ein medizinhistorisches Dekostück aus ihrer Zahnarztpraxis. Die Maschine wurde 1871 patentiert und revolutionierte die Zahnmedizin, da der Zahnarzt nun die Hände freihatte. Das gezeigte Exemplar ist eine Mischung aus einem älteren Gusseisenstativ (ca. 1910–1920) und einem neueren Oberteil (1930–1954), das Band ist nicht mehr original. Expertenschätzung: 80 bis 120 Euro.
Opulenter Goldarmreif: Carmen und Karl aus Würzburg bringen ein Erbstück von Carmens Großmutter mit: einen zweifarbigen 750er-Goldarmreif mit geschnitztem Jadeit aus China und kleinen Diamanten. Die Großmutter verliebte sich damals in das Schmuckstück, obwohl es für sie als wohlhabende Frau „deutlich zu teuer“ war. Expertenschätzung: 7.700 bis 8.000 Euro (davon ca. 7.350 Euro Goldwert).
Farbradierung „Manager Game“: Vero und Rolf aus NRW verkaufen ein Kunstwerk des amerikanischen Künstlers Leslie G. Hunt aus dem Jahr 1993. Rolf erhielt die limitierte Radierung (58/150), die ein Schachbrett mit Häusern, Figuren und kryptischen Zeichen zeigt, von einem Verein, für den er ehrenamtlich tätig war, da sie dort zu viel Platz einnahm. Es handelt sich um eine Farbradierung, die mittels mehrerer Platten erstellt wurde und eine sozialkritische Botschaft trägt. Expertenschätzung: 100 bis 150 Euro.
Goldscheider-Terrier-Aschenbecher: Miro aus Brake, ein leidenschaftlicher Sammler von orangefarbenen Hunden, präsentiert einen Keramik-Aschenbecher. Das charmante Stück mit einem Scottish Terrier wurde 1928 von Ida Meisinger entworfen und bis 1941 von der berühmten Firma Goldscheider Wien produziert. Expertenschätzung: 200 bis 250 Euro.
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gehen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.