Die Basler kämpften bis zum Schluss gegen Chur.
Bild: UBR
Die Ernüchterung war den Spielern von Unihockey Basel Regio nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben: Soeben verlor man das wichtigste Spiel der Saison. Die Partie am Ostermontag versprach eine Menge Brisanz, und beiden Teams war bewusst, dass man im Falle einer Niederlage absteigen wird. Nach dem Spiel waren sämtliche Emotionen in der Sporthalle Pfaffenholz vertreten. Erleichterung und Freude einerseits bei Chur, Enttäuschung und Frust andererseits bei UBR.
Chur agierte von Beginn an effizienter und schien wacher. Die Abschlüsse der Gäste waren um einiges gefährlicher, und mehr Schüsse fanden den Weg aufs Tor. Zwei dieser Schüsse führten zur frühen Führung von Chur. Basel hingegen war wenig produktiv, viele Abschlüsse verfehlten das Tor oder wurden geblockt. Insbesondere der zweite Block von Chur stellte die Verteidigung von UBR immer wieder vor Probleme. Das frühe Timeout der Basler zeigte allerdings Wirkung, die Mannschaft schien entschlossener und aktiver. Die Churer erzielten jedoch noch ein drittes Tor im ersten Spielabschnitt.
Chur spielte im zweiten Drittel weniger aktiv, aber die Bündner hörten dennoch nicht auf, in die Partie zu investieren. Das Spiel des Heimteams war weiterhin von Unkonzentriertheiten und Ungenauigkeiten geprägt, und ausgerechnet während der Druckphase von UBR traf Chur zum vierten Mal.
Die beeindruckende Aufholjagd von Basel Regio
Basel zeigte einen Blitzstart im letzten Drittel und schoss innert drei Minuten drei Treffer. Die Aufholjagd wurde aber durch zwei weitere Churer Treffer ausgebremst. UBR konnte aber auch auf diesen Rückschlag mit einem Treffer in Überzahl reagieren.
Chur gelang das siebte Tor und Basel ersetzte daraufhin den Torwart durch einen sechsten Feldspieler. Der Plan ging auf, Basel erzielte das siebte Tor in der zweitletzten Minute. Allerdings fügte Chur den Baslern in der letzten Minute mit dem achten Treffer den Todesstoss zu.
«Wir haben zu spät angefangen zu spielen»
Doppeltorschütze Patrick Mendelin ist nach dem Match enttäuscht: «Wir haben zu spät angefangen zu spielen und zu zeigen, was drin gelegen wäre. Wenn man seit Samstag während 100 Minuten kein Tor erzielt, ist das einfach zu wenig. Wir hatten zu viele Eigenfehler in unserem Spiel.»
Präsident Michel de Roche meint: «Es ist schmerzhaft, es tut mir auch emotional weh und besonders für jene Spieler, die seit Jahren dabei sind. Seit der Niederlage am Samstag musste man konkreter damit rechnen, dass es so ausgehen könnte. Andererseits bin ich aber sehr stolz auf die Aufholjagd der Mannschaft.»
Der Aufsteiger aus der Nationalliga B steht bereits fest, die Kloten-Dietlikon Jets werden nach längerer Abwesenheit nun wieder in der höchsten Spielklasse spielen. Die Churer haben nochmals eine Serie vor sich und treffen bereits am kommenden Wochenende auf den Vizemeister der Nationalliga B, den UHC Thun, und müssen in dieser Serie erneut um den Ligaerhalt kämpfen.
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