Der SCB durchlebt gerade umfassende Veränderungen: Der Klub trennt sich per sofort von Captain Untersander. Auch Sven Rindlisbacher verlässt das Unternehmen.

SC BernBeim SC Bern kommt es nach der enttäuschenden Saison zu einem Umbruch. – keystone

Das Wichtigste in Kürze

Beim SC Bern kommt zum grossen Frühjahresputz.

Drei verdiente Spieler müssen gehen, unter anderem Captain Ramon Untersander.

Auch der langjährige Gastro-Chef Sven Rindlisbacher verlässt den Klub.

Es ist ein stürmischer April rund um die Postfinance-Arena. Am späten Dienstagabend sickerte durch, dass der Klub sich per sofort vom Captain Ramon Untersander, dem Stürmer Joël Vermin und dem schwedischen Verteidiger Hardy Häman Aktell trennt.

Alle verfügen über weiterlaufende Verträge, die Trennungen werden den SCB eine substanzielle Summe kosten. Vermin (34, Vertrag bis 2027) und Untersander (35, bis 2028) gehören zu den Grossverdienern im Klub.

Ramon UntersanderRamon Untersander muss den SC Bern verlassen. – keystone

Erstaunlicherweise hat sich der SCB bis Donnerstagmittag nicht zu diesen einschneidenden Veränderungen geäussert, der Sportdirektor Martin Plüss war nicht zu erreichen.

Die Massnahmen stehen in direktem Zusammenhang mit dem neuerlich enttäuschenden sportlichen Abschneiden: Der SCB war im Play-In an den Rapperswil-Jona Lakers gescheitert und hatte sich danach öffentlich bei seinem Anhang entschuldigt.

Seit 2019 hat der SCB keine Playoff-Serie mehr gewonnen.

Möglicherweise steckt hinter der kommunikativen Zurückhaltung mehr als angenommen.

Denn auch der langjährige Chef der Sportgastro AG verlässt das Unternehmen: Sven Rindlisbacher, jener Mann, der in den vergangenen 25 Jahren hauptverantwortlich für die Gastronomie-Strategie des Klubs in der Neuzeit zeichnete.

SCBSven Rindlisbacher war viele Jahre beim SCB tätig. – scb.ch

Mit Rindlisbacher, dem Sohn des ehemaligen Swiss Ice Hockey-Präsidenten Michael Rindlisbacher, wird auch der erst 2025 als «Leiter operatives Geschäft» eingestellte Justin Krueger nicht mehr für den SCB tätig sein.

Abzuwarten bleibt, ob diese Abgänge Teil einer umfassenden strategischen Neuausrichtung sind.