Heute gibt es kaum einen Anlass, an dem die Stapi mit den wilden Locken nicht anwesend ist: Sie fährt mit Roger Federer für ein Benefiz-Tennisspiel im Boot auf der Limmat, eröffnet mit Stararchitekt David Chipperfield den Kunsthaus-Erweiterungsbau oder geht nach dem Zurich Film Festival mit der schottischen Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton nachtessen. «Ich geniesse solche Begegnungen – auch weil sie meinen Horizont erweitern.»

Ihre Outfits schneidert sie bis heute teilweise selber. «Ich habe mir das als junge Frau angeeignet, ich liebe es, mit Farben und Stoffen zu experimentieren», sagt Mauch, die ihre Kindheit im ländlichen Oberlunkhofen AG und im internationalen Boston, USA, verbrachte, wo ihr Vater Gastprofessor war. Selber genäht hat sie auch die violett-orange Gesichtsmaske, die sie bis heute in ihrem Büro aufbewahrt. Die Coronakrise sei eine der grössten Herausforderungen ihrer Amtszeit gewesen. «Wir hatten eine riesige Verantwortung, mussten aber auch sehr schnell Entscheide fällen.» Ans Limit sei sie dabei nicht gekommen. «In Krisen bin ich hoch fokussiert. Das liegt mir.»