Das Spiel wäre in Thun gewesen, doch der FC Basel kann die Reise nicht antreten aufgrund eines Brandes im St. Jakob-Park.Das Spiel wäre in Thun gewesen, doch der FC Basel kann die Reise nicht antreten aufgrund eines Brandes im St. Jakob-Park.

Bild: Keystone

Das Spiel vom Samstagabend zwischen dem FC Thun und dem FC Basel kann nicht stattfinden, wie der FC Basel am Samstagmorgen in einer Mitteilung schreibt. Grund dafür ist ein Brand im Kabinentrakt im St. Jakob-Park, der am späten Freitagabend ausbrach. Laut Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) des Kantons Basel-Stadt rückten die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und die Milizfeuerwehr Basel-Stadt um circa 21.15 Uhr aus.

Entdeckt wurde der Brand von zwei Mitarbeitenden des FCB, die um diese Zeit noch im klubeigenen Fitness-Studio trainierten, wie der Klub auf Anfrage sagt. Sie hätten umgehend die Feuerwehr alarmiert, so konnte Schlimmeres verhindert werden. Personen wurden keine verletzt.

Die Gründe für das Feuer sind nicht vollständig geklärt. «Wir gehen nicht von Brandstiftung aus, können aber aktuell auch nichts ausschliessen», so der FCB.

Der Brand mit starker Rauchentwicklung verursachte erhebliche Schäden und zerstörte den gesamten Garderobenbereich der 1. Mannschaft vollständig. Betroffen sind unter anderem die Garderoben, Materialräume sowie sämtliche Spieler- und Trainermaterialien. Ebenfalls beschädigt wurden das Trainerbüro, das Team-Manager-Office, die Physiobereiche sowie die Duschen und Sanitäranlagen. Die gesamten Katakomben der Basler sind bis auf Weiteres amtlich versiegelt, «weil die Luftqualität enorm schlecht ist», so der FCB.

Exakt beziffern lässt sich das Ausmass des Schadens noch nicht. «Vieles ist mit Russ bedeckt, der hat sich überall verteilt und ist hochgiftig», erklärt der FCB. Sämtliche Fitnessgeräte, aber auch Laptops, Pritschen im medizinischen Bereich und dort verstautes Material sei nicht mehr benutzbar.

Grosse Schäden durch Russ und Hitze

«Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten Entrauchungsmassnahmen durchgeführt werden», wie auch das JSD weiter ausführt. Erst wenn die Räumlichkeiten wieder zugänglich sind, kann nach einer Sichtung eine Inventarliste erstellt und der finanzielle Schaden eruiert werden.

Der FCB spricht aktuell einfach von einem «erheblichen Schaden». Betroffen sind auch persönliche Gegenstände: die jeweiligen Schuhe der Spieler, die Inhalte der Spinde. Die Mannschaft wurde am Samstagmorgen informiert. Sie hätte ein Abschlusstraining im Hinblick auf das Spiel vom Abend ausgetragen.

Trainiert hat das Team dennoch und zuvor und danach die Räumlichkeiten auf dem Nachwuchscampus nutzen können. Das nächste Training ist erst für Dienstagmorgen anberaumt. Dies wäre auch dann der Plan gewesen, wenn die Partie stattgefunden hätte.

Weil Spiel- und Ersatzmaterial sowie medizinisches und technisches Equipment nicht mehr benutzbar und nicht in dieser kurzen Zeit ersetzbar ist, musste die Partie jedoch verschoben werden.

Die Swiss Football League (SFL) hat dem Antrag des FCB auf Spielverschiebung zugestimmt. Dies mit Bezug auf Artikel 27, Ziffer 2 des Spielbetriebsreglements, welcher sich auf höhere Gewalt bezieht.

Kriminalpolizei ermittelt, Nachholtermin gefunden

Die Swiss Football League hat dem Gesuch des FC Basel 1893 zur Spielverschiebung stattgegeben und das Spiel neu angesetzt: Die Partie wird am Samstag, 18. April 2026, um 20.30 Uhr in der Stockhorn Arena nachgeholt.

Momentan dreht sich jedoch alles um die Aufklärung des Brandes. Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ermittelt zusammen mit Fachspezialisten die genaue Brandursache und den Brandhergang. Der FC Basel steht in engem Austausch mit den zuständigen Behörden sowie der SFL bezüglich des weiteren Vorgehens.

Über neue Entwicklungen will der FCB zu gegebener Zeit informieren. Der Klub hat am Samstagmorgen eine Taskforce eingesetzt. Die nächste Partie im Joggeli, der Auftakt in die Meisterrunde am 26. April gegen Sion, dürfte regulär ausgetragen werden können.