Es gibt Songs, die unsterblich zu sein scheinen. Und nicht nur das: Egal, wie spät es ist oder in welcher Stimmung man vorher war: Hört das Ohr die ersten Klänge, ist der Text schon im Kopf und will mitgesungen werden. So ging es den Pink Floyd-Fans im Edwin-Scharff-Haus, wo gute Musiker – zum Teil noch solche, die mit Pink Floyd auf Tour gewesen waren – das ikonische Album „The Dark Side of the Moon“ mit Visuals neu interpretierten.

Edwin-Scharff-Haus zeigte am Donnerstagabend zwei Pink Floyd-Shows hintereinander

Zwei Shows hintereinander, jede auf ein Album von Pink Floyd konzentriert: Band und Musiker leisteten an diesem Abend einiges. Aber obwohl das Projekt demnächst auch nach München in den Circus Krone-Bau kommt, war die Show in Neu-Ulm nicht ausverkauft.

Das hatte für die Fans den Vorteil, dass der Veranstalter kurz vor Beginn freie Platzwahl ausgab und viele nach vorne stürmten, um bessere Plätze zu bekommen. Das Pink Floyd-Album „The Dark Side of the Moon“, mit seinem spektakulären Cover, wurde damals in London in einem Planetarium vorgestellt und ist nun über fünf Jahrzehnte alt. Es zählt zu den Meilensteinen der Rockgeschichte: Aus Psychedelic- und Progressive-Rock wurde etwas, was plötzlich viele hörten, und was in den Klassenzimmern und bei Schülerpartys ankam, meist zum Unmut der Eltern. 

Neue Technik schafft kreative Umsetzung auf der großen Leinwand

Heute gibt die Technik andere Möglichkeiten her als in den 70ern, und die nutzt die Show im Edwin-Scharff-Haus für die Videos auf der großen Leinwand: kosmisch surreal, grafisch, immer wieder die Farben des Originalcovers verwendend. Bei dem Lied „Money“ mit Bildern von Trump und Elon Musk, mit Geldscheinen und Münzen neu interpretierend.

„Get ready to rock“, fordert P. J. Olsson, einst Leadsänger von Alan Parsons Live Project, der auch mit Größen wie Deep Purple und Earth, Wind & Fire tourte. Die Fans im Saal, fast alle auch schon ältere Semester, gehen begeistert mit.

Ein Lied von Pink Floyds Album „The Wall“ sorgt für richtige Stimmung im Saal

Auf der Bühne sind unter anderem auch der 72-jährige Drummer Stuart Elliott. Auch er tourte unter anderem mit Alan Parsons, Paul McCartney und Kate Bush. Dass sie es immer noch können – keine Frage! So gibt es Song auf Song, aufspringen und mitsingen.

Richtig Stimmung im Saal ist allerdings angesagt, als „Another Brick in the Wall“ anklingt, das aus einem anderen Pink Floyd-Album, „The Wall“, stammt. Dass die Akteure auf der Bühne Profis sind, merkt das Publikum aber nicht nur an der Qualität des Abends: Mehr als eine Zugabe ist nicht zu erklatschen nach den beiden Shows des Abends – die Show geht nun weiter nach Innsbruck, Baden-Baden und Jena, da gilt ein stringenter Zeitplan.

Dagmar Hub

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Pink Floyd

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Neu-Ulm

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