Auf Ihrem PC kommt Linux zum Einsatz, etwa die Distribution Ubuntu, und Sie wollen die Plattform oder PC-Arbeitsumgebung analysieren? Bei dieser Aufgabe steht Ihnen das Tool Jd System Monitor zur Seite: Das Gratisprogramm offenbart eine Vielzahl von Software-Infos.
Das Freeware-Utility kommt mit den horizontal angezeigten Tabs optisch dem Task-Manager von Windows nahe; bezogen auf das Pendant von Windows 8(.1), Windows 10 (22H2) und Windows 11 21H2 (exklusive des Äquivalents von Windows 11 22H2, das das erste Feature-Update für Windows 11 war, und höher).
Linux Ubuntu: Jd System Monitor nutzen

Der Jd System Monitor ist ein schönes Stück Software, die recht tief gräbt.
Foto: COMPUTER BILD
Eine Anleitung, mit der Sie unter Linux Ubuntu den Jd System Monitor in Betrieb nehmen (getestet mit Linux Ubuntu 25.04):
1. Sie rufen etwa mit dem Hotkey Strg-Alt-T ein Fenster des Terminals auf.
2. Dort richten Sie die Flatpak-Umgebung ein, an der es Linux Ubuntu im Unterschied zu dem darauf basierenden Linux Mint mangelt (nötige Befehle):
sudo apt install flatpak
flatpak remote-add –if-not-exists flathub https://dl.flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo
3. Mit dem folgenden Befehl installieren Sie den Jd System Monitor:
flatpak install flathub page.codeberg.JakobDev.jdSystemMonitor
4. Sie lassen einen Neustart von Linux Ubuntu folgen (etwa über einen Klick auf das Symbol ganz oben rechts auf dem Bildschirm).
5. Sie drücken in Linux Ubuntu die Windows-/Meta-/Super-Taste und geben «jd» ein. Daraufhin klicken Sie auf den Eintrag «jdSystemMonitor».
In dem Jd System Monitor sehen Sie verschiedene Tabs, auf die Sie wechseln können, die Sie zu Ihrer Linux-Distribution informieren: «Systeminfo», «Prozesse», «Leistung», «Dienste», «Laufende Flatpaks», «Autostart», «Einhängepunkte», «Installierte Pakete», «Benutzer» und «Systemkonfiguration».
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Die Tabs von Jd System Monitor im Schnelldurchlauf
Unter «Systeminfo» erfahren Sie etwa den Namen und die Version Ihrer Linux-Distribution und erhalten Links zu «Homepage», «Unterstützung», «Bugtracker» sowie «Datenschutzbestimmungen». Hinzu kommt der Zeitpunkt des Hochfahrens Ihrer Linux-Distribution.
Unter «Prozesse» bekommen Sie laufende Prozesse/Programme wie etwa Firefox aufgeführt. Ein Such-/Filter-Feld erlaubt Ihnen ein einfaches Auffinden von bestimmtem Software-Code. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag eines Programms/Prozesses, können Sie die betreffende RAM-Daten-Instanz über den kaskadierenden Kontextmenü-Punkt «Signal senden» wahlweise «Beenden», «Töten», «Stoppen» oder «Fortsetzen».
Unter «Leistung» bietet der Jd System Monitor eine Visualisierung von anliegender Last auf CPU und RAM, ferner im Hinblick auf die Swap-Nutzung (Auslagerungsdatei). Die Aggregation von «Dienste» ergänzt jene von «Prozesse».Der Tab «Laufende Flatpaks» ist selbsterklärend, auch jener namens «Autostart». Auf dem letzteren Reiter sehen Sie Autostart-Programme, die starten könnten; sie laden beim Booten/Hochfahren, wenn in der Spalte «Aktiviert» ein Häkchen gesetzt ist.
Wollen Sie den Autostart Ihrer Linux–Distribution editieren beziehungsweise in diesem Segment eingreifen, geht das nicht direkt; dafür können Sie jedoch unten auf den Button «Mit jdSimpleAutostart bearbeiten» klicken.
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Unter «Einhängepunkte» erfahren Sie, welche Dateisysteme vorhanden sind. Hier lesen Sie bei Linux Ubuntu etwa ab, dass dieses die Technik «tmpfs» nutzt, um den Temp-Dateien-Ordner «/tmp» im RAM (Arbeitsspeicher) zu betreiben, was zwar ein wenig RAM kostet, doch andererseits beschleunigend wirkt und auf relativ häufige Löschvorgänge von temporären Dateien hinausläuft. Windows ist ein solcher Mechanismus fremd. Er ist im Hinblick auf Linux übrigens nicht dasselbe wie das hier ebenfalls bereitstehende ZRAM, das einen Blockgerät-Speicher im RAM bereitstellt und RAM(-Daten) komprimiert.
Unter «Installierte Pakete» bekommen Sie aufgespielte Programme gelistet und unter «Benutzer» vorhandene Benutzerkonten. Neben jenem Konto, das Sie bei der Installation Ihrer Linux-Distribution angelegt haben, finden sich hier noch einige weitere, für interne Aufgaben existierende und verwendete Accounts.
Unter «Systemkonfiguration» erblicken Sie einige Config-Parameter in Ihrer Linux-Distribution, die puristisch – ähnlich wie bei about:config von Firefox oder bei einem Äquivalent von LibreOffice – dargestellt sind.
