Wütende Reaktionen
Video plötzlich gelöscht: Sarah Engels entschuldigt sich
15.04.2026 – 09:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Sarah Engels auf dem Roten Teppich (Archivfoto): Die Kölnerin ist vor ihrem großen ESC-Auftritt in die Kritik geraten. (Quelle: OLIVER LANGEL/imago)
Sarah Engels postet ein Video aus Südafrika – und erntet einen Shitstorm. Nun meldet sie sich mit einer Entschuldigung. Doch eine Frage lässt sie offen.
Die Kölner Sängerin Sarah Engels hat sich am Dienstag in einer Instagram-Story für ein Video entschuldigt, das sie auf Reisen in Südafrika gepostet hatte und das ihr heftige Kritik einbrachte. Darin war zu sehen, wie Kinder ihren Song «Fire» sangen. Nutzer warfen ihr vor, die Kinder für Eigenwerbung zu instrumentalisieren ‒ und erhoben auch den Vorwurf des sogenannten White Saviorism (auf Deutsch: weißes Rettertum, Anm. d. Red.)
Damit wird wird ein Phänomen beschrieben, bei dem sich weiße Menschen aus wohlhabenden Ländern dazu berufen fühlen, Menschen in ärmeren Ländern zu helfen ‒ um «etwas zurückzugeben». Hinter den vermeintlich guten Absichten steckt beim White Saviorism das Gefühl einer weißen Überlegenheit und die damit einhergehende Verantwortung, Menschen in ärmeren Weltregionen weiterentwickeln zu müssen.
In ihrer Story schreibt die 33-Jährige, sie habe sich «die letzten Tage intensiv mit der Kritik auseinandergesetzt» und Gespräche mit Menschen geführt, «die mir ihre Perspektiven, vor allem als People of Color, offen geschildert haben.»
Diese Gespräche hätten ihr geholfen zu verstehen, «warum mein Verhalten trotz guter Absicht kritisch gesehen werden kann und dass die Art, wie ich diesen Moment geteilt habe, sensibel ist und missverstanden werden kann.» Sie räumt ein: «Ich habe diese Perspektiven vorher nicht ausreichend bedacht. Das tut mir leid.»
Das Video hatte Engels bereits zuvor gelöscht und dem Musikportal «Bleistiftrocker» erklärt, sie sei für ihre Stiftung «Starke Mädchen» nach Südafrika eingeladen worden, um lokale Projekte kennenzulernen. Das Mitsingen der Kinder sei «einfach nur entstanden» – ungeplant und spontan. Kritik daran, dass sie die Gesichter der südafrikanischen Kinder, anders als bei ihren eigenen, nicht unkenntlich gemacht hatte, habe sie sich zu Herzen genommen.
Auf den Vorwurf des White Saviorism, der durch einen ihrer früheren Instagram-Kommentare befeuert wurde, die Kinder seien «so dankbar für etwas, was für mich total selbstverständlich ist» ‒ geht Engels in der Story nicht explizit ein.
