FahndungNach Fan-Krawallen in Aarau: Staatsanwaltschaft veröffentlicht verpixelte Bilder


Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau hat verpixelte Bilder von Fussball-Chaoten veröffentlicht, die im vergangenen September grossen Sachschaden angerichtet haben.
Während dem Spiel feuerten die YB-Fans eine Pyro-Show ab.
Bild: Emiliano Alvarado
Beim Cupspiel zwischen Aarau und YB im vergangenen September ist es während und vor allem nach der Partie zu Ausschreitungen gekommen.
Unter anderem der Bahnhof Aarau wurde in Mitleidenschaft gezogen, ein Polizist wurde verletzt. Im Stadion zündeten YB-Fans Feuerwerk, dabei erlitten Personen im Gästesektor Verletzungen. Insgesamt ist ein Sachschaden von 200’000 Franken entstanden.
«Mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen die Vorfälle im Zusammenhang mit Anhängern des BSC Young Boys. Die Staatsanwaltschaft führt entsprechende Strafuntersuchungen wegen Sachbeschädigung, Störung des öffentlichen Verkehrs sowie Landfriedensbruch», schreibt die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.
Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen hätten bereits mehrere Männer identifiziert und befragt werden können, heisst es weiter. In Bezug auf weitere mutmasslich beteiligte Personen seien die Ermittlungsansätze jedoch zwischenzeitlich ausgeschöpft, schreibt die Staatsanwaltschaft.
Vergangene Woche hatte sie gedroht, Bilder von Verdächtigen zu veröffentlichen. Weil sich die Personen bisher nicht gemeldet haben, ist genau dies nun geschehen. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft nun verpixelte Bilder von sieben verdächtigen Personen publik gemacht. Die Bilder stammen grösstenteils von Videokameras am Bahnhof Aarau. In einem Fall von Videokameras innerhalb des Stadions.
Diese Form der Öffentlichkeitsfahndung wenden die Strafverfolgungsbehörden selten an, im Fussballchaoten-Kontext hat sie jedoch schon Wirkung gezeigt. Nach Ausschreitungen zwischen Anhängern des FC Aarau und des FC Zürich suchte die Kantonspolizei Aargau nach Tätern . Dazu veröffentlichten sie verpixelte Bilder mit der Androhung, die Bilder ohne Verpixelung zu veröffentlichen. Die Massnahme wirkte und die gesuchten Männer meldeten sich.
Aufruf der Staatsanwaltschaft Aargau
Die gesuchten Personen haben die Möglichkeit, sich bis zum 21. April 2026 mit der Kantonspolizei des Kantons Aargau, Tel.: 062 835 81 81, E-Mail: [email protected] in Verbindung zu setzen. Personen, die Angaben zur Identität der gesuchten Personen machen können, werden gebeten, sich ebenfalls bei der Kantonspolizei Aargau zu melden.
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