PreiserhöhungÖV in Basel wird teurer – das sind die Gründe
Der Tarifverbund Nordwestschweiz will seine Tarife nach drei Jahren stabiler Preise anheben. Grund sind stark gestiegene Kosten und ein ausgebautes Angebot. Konkrete Preise für Tickets und Abos sollen erst in der zweiten Jahreshälfte folgen.
Künftig werden Tickets und Abos des TNW teurer.
Bild: Roland Schmid
Der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) plant zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026, seine Tarife um durchschnittlich 3,4 Prozent zu erhöhen. Der Verbund regelt einheitliche Fahrpreise in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland, im Fricktal sowie in Teilen der Kantone Solothurn und Jura.
Wie der TNW am Mittwoch mitteilte, reagiere er mit der Preiserhöhung nach drei Jahren konstanter Preise auf die überproportional gestiegenen Kosten, auch in Zusammenhang mit dem deutlich ausgebauten Angebot in der Region.
Die letzte Tariferhöhung des TNW fand im Dezember 2023 statt. Der Landesindex für Konsumentenpreise ist seither um 1,5 Prozent angestiegen, die Kosten bei den Transportunternehmen erhöhten sich jedoch um wesentlich mehr. Zum einen wurde das Angebot in der Region mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 deutlich ausgebaut. Zum anderen sehen sich die Transportunternehmen mit steigenden Kosten konfrontiert.
Regierungsräte müssen Anpassungen genehmigen
Der TNW schreibt, dass die Transportunternehmen weiter in modernes Rollmaterial – beispielsweise in die gesetzlich geforderte Elektrifizierung der Busflotte –, in Infrastruktur sowie in Servicequalität investieren würden, um den hohen Anforderungen an den öffentlichen Verkehr weiterhin gerecht zu werden.
In der Mitteilung heisst es, dass die Kundschaft diese Investitionen nicht nur im verbesserten Angebot der Verbindungen spüren würde, sondern auch im erhöhten Komfort in den Fahrzeugen und mit verbesserten Fahrgastinformationssystemen wie beispielsweise Apps. Die Kostenentwicklungen liessen sich auch mit Effizienzsteigerungen nicht mehr vollständig intern auffangen. Der TNW folge deshalb der nationalen Tarifanpassung, welche die Alliance Swiss Pass bereits Ende März angekündigt hat.
Gemäss dem Gesetz über den öffentlichen Verkehr muss der Basler Regierungsrat die Tarifanpassungen genehmigen. Auch das Gesetz zur Förderung des öffentlichen Verkehrs im Kanton Baselland sieht eine Genehmigung der Tarife durch den Regierungsrat vor. Wie viel die verschiedenen Tickets und Abos künftig kosten werden, wird der TNW deshalb voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte kommunizieren. (bz)
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