„Resident Evil: Requiem“ ist Capcoms nächster großer Horror-Streich und führt die Hauptreihe faktisch als „Resident Evil 9“ fort. Der Titel soll Anfang 2026 einen erzählerischen Höhepunkt markieren, der die bisherigen Entwicklungen der jüngeren Spiele zusammenführt und gleichzeitig den Blick in die Zukunft des Franchise öffnet. Und jetzt sind es nur noch zehn Tage bis zum Release – der „State of Play“-Trailer vom 12. Februar hat mit neuen Story-Szenen zu Leon und Grace für einen massiven Hype gesorgt. Für Capcom ist „Requiem“ ein Prestigeprojekt, das die Stärken der hauseigenen RE-Engine mit einem klaren Fokus auf Survival-Horror verbinden soll.

Schon jetzt ist klar: „Resident Evil: Requiem“ zielt stärker auf dichte Atmosphäre, Anspannung und Ressourcenknappheit, ohne die filmisch inszenierten Actionmomente moderner „Resident Evil“-Teile völlig zu vernachlässigen. Spielerinnen und Spieler sollen sich sowohl auf klaustrophobische Gänge und verwinkelte Räume als auch auf größere Hub-Areale einstellen, die zur Erkundung einladen. Der Showcase bestätigte zudem Cloud-Streaming via GeForce Now mit DLSS-4-Unterstützung für beste Performance. Dazu kommt eine technische Weiterentwicklung der Engine, die Licht, Schatten und Sounddesign nutzt, um den Horror intensiver wirken zu lassen.

Wir klären in unserem Artikel zentrale Fragen, die uns als Fans der Reihe auch beschäftigen: Wann erscheint das Spiel, auf welchen Plattformen läuft es, wie spielt es sich, und was steckt hinter der neuen Hauptfigur? Die wichtigsten Antworten nach dem „State of Play“-Trailer und vor dem Release haben wir hier zusammengefasst.

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Wann erscheint „Resident Evil: Requiem“?

„Resident Evil: Requiem“ erscheint nach aktuellem Stand am 27. Februar 2026 und wird weltweit zeitgleich veröffentlicht. Der Preload für Vorbesteller startet am 25. Februar (ca. 72-73 GB), das Review-Embargo fällt am selben Tag um 9 Uhr. Es wird zudem ein Day-1-Patch für alle Editionen erwartet.

Geplanter Release: 27. Februar 2026
Globale Veröffentlichung, kein gestaffelter Start nach Regionen
Preload ab 25. Februar 2026, Download-Größe ca. 73 GB

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Auf welchen Plattformen erscheint „Resident Evil: Requiem“?

Capcom positioniert „Requiem“ klar als Next-Gen-Titel, der die Weiterentwicklung der RE-Engine ausreizen soll. Der „State of Play“-Trailer bestätigt PS5, Xbox Series X|S, PC (Steam/Epic Games Store), Nintendo Switch 2 und GeForce Now als Plattformen. Parallel kursieren Berichte über einen möglichen zusätzlichen Playstation-4-Release, offiziell bestätigt ist diese Option aber bislang nicht endgültig.

PS5, Xbox Series X|S, PC (Steam & Epic), Nintendo Switch 2, GeForce Now.
Fokus auf aktuelle Konsolengeneration, RE-Engine in verbesserter Fassung (DLSS-4 für PC/Cloud).
Gerüchte um eine zusätzliche PS4-Version, bislang ohne klare Bestätigung.

Wer eine aktuelle Konsole oder einen leistungsfähigen PC besitzt, dürfte zum Release klar im Vorteil sein, während Besitzer älterer Systeme eine endgültige Bestätigung abwarten müssen.

Worum geht es in der Story von „Requiem“?

Inhaltlich halten sich die Entwickler mit klaren Aussagen zurück, dennoch zeichnet sich die Richtung ab. Der „State of Play“-Trailer (12.02.) zeigte Leons Rückkehr nach Raccoon City (‚After all this time, Leon must return to where it all began‘), Grace’ FBI-Ermittlungen zu einem T-Virus-Forscher und Verbindungen zu ihrer Mutter Alyssa – mit neuen Dialogen und Cutscenes. „Requiem“ soll ein besonders düsteres, emotionales Kapitel werden, das zentrale Handlungsstränge der jüngeren Spiele fortführt und möglicherweise abschließt – der Untertitel „Requiem“ ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen.

Capcom spricht von einem „emotionalen und erzählerisch intensiven Höhepunkt“.
Der Untertitel deutet auf Abschied, Verlust und finale Konfrontationen hin.

State of Play: Leon in Raccoon City, Grace vs. Virus-Forscher.
Konkrete Wendungen, Schauplätze und Antagonisten werden bewusst weitgehend geheim gehalten.

Für Fans bedeutet das: „Requiem“ dürfte weniger als Neuanfang, sondern eher als Kulminationspunkt der aktuellen Serienphase dienen, ohne Neueinsteiger völlig außen vor zu lassen.

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„Resident Evil: Requiem“ – der vierte Trailer
Wer ist die neue Hauptfigur – und kehren bekannte Gesichter zurück?


Grace Ashcroft ist technische Analystin beim FBI. - © Capcom

Grace Ashcroft ist technische Analystin beim FBI.
| © Capcom

Im Zentrum steht mit Grace eine neue Protagonistin, die den Staffelstab innerhalb der Reihe übernimmt und aus erzählerischer Sicht eine neue Perspektive in das „Resident Evil“-Universum bringt. Gleichzeitig kehren ikonische Figuren der Serie zurück, deren Auftritte in Trailern zwar angedeutet, in ihrer Bedeutung für die Geschichte aber noch im Dunkeln gelassen werden.

Neue Hauptfigur: Grace, als emotionaler und narrativer Anker.
Rückkehr bekannter Helden und Antagonisten, teils nur kurz in Trailern zu sehen.
Rollenprofil und Umfang der Auftritte werden noch nicht ausführlich erläutert.

Für viele Fans dürfte gerade dieses Zusammenspiel aus frischem Gesicht und etablierten Figuren ein wichtiges Argument sein, „Requiem“ zum Release genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wer sind die spielbaren Charaktere in „Resident Evil: Requiem“?

„Resident Evil: Requiem“ setzt auf ein Dual-Protagonisten-System mit zwei spielbaren Hauptfiguren: der neuen FBI-Analystin Grace Ashcroft und dem Fan-Favoriten Leon S. Kennedy. Im Showcase hat Capcom erstmals ausführlich gezeigt, wie unterschiedlich sich ihre Kampagnen anfühlen – Game-Director Koshi Nakanishi positionierte Grace als „Resident Evil 2/7“-Horror und Leon als „Resident Evil 4“-Action. Die Abschnitte verteilen sich nahezu gleichmäßig, mit narrativen Überschneidungen, bei denen Aktionen einer Figur die des anderen beeinflussen.

Im Showcase nutzt Grace den „Requiem“-Sturmrevolver als ultimative Rettungswaffe – die Munition dafür soll extrem knapp sein, die Wirkung aber ist bombastisch.

Aus infiziertem Blut hergestellte Items eröffnen neue Heil-/Angriffsoptionen.

State of Play (12.02.): Verfolgt von Monster Victor Gideon, nutzt Grace Glasflaschen zur Ablenkung und ein Feuerzeug zur Navigation.

Eine neue Axt ermöglicht Leon Parieren, Wand-Smash und Finisher.

Leon kann auch Waffen von besiegten Gegnern aufnehmen und für situative Power-Ups nutzen (Kettensäge).

State of Play: „After all this time, Leon must return to where it all began“ – Rückkehr zum Ursprungsort.

Spielstil-Kontrast: Grace für pure Spannung, Leon für atemberaubende Action

Dieses Setup sorgt für Abwechslung und hohen Wiederspielwert, ähnlich wie bei früheren „Resident Evil“-Teilen mit mehreren Charakteren. Gerüchte um einen dritten Charakter (z. B. Alyssa) kursieren, sind aber bislang unbestätigt und stammen aus Leaks.

Welche Schwierigkeitsgrade bietet „Resident Evil: Requiem“?

Der Showcase hat drei Schwierigkeitsgrade bestätigt, die Einsteiger und Veteranen gleichermaßen ansprechen – inklusive nostalgischer Ink-Ribbons für Grace im härtesten Modus.

Casual: Zielhilfen und Fehlerverzeihung für Story-Fans.

Modern (Standard): Klassischer Ressourcen-/Spannungsdruck für beide Charaktere.

Classic (Standard): Ink-Ribbons-Speichermechanik in den Grace-Abschnitten. Man kann nur dann speichern, wenn man eine begrenzte Anzahl an Farbbändern findet – ein bekanntes Element aus den klassischen Teilen der Reihe.

Die Ink-Ribbon-Rückkehr ist ein Highlight für Fans der Originale!

Wird „Resident Evil: Requiem“ eher Horror oder eher Action?

Capcom betont, dass „Requiem“ klar auf Survival-Horror setzt. Der Showcase unterstrich dies mit Grace’ Stealth-Szenen, während Leon actionlastige Set-Pieces liefert.

Fokus auf Spannung, knappe Ressourcen und beklemmende Atmosphäre.
Actionreiche Sequenzen mit intensivem Gegneraufkommen.
Das Gesamtpaket soll näher an den Horror von „Resident Evil 7“ heranrücken als an das stärker actionbetonte „Resident Evil: Village“.

Aus unserer Sicht ist diese Mischung attraktiv: Fans der klassischen Teile bekommen mehr Schrecken, während moderne Spieler nicht auf spektakuläre Momente verzichten müssen.

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Wie funktioniert die neue Kamera mit Ego- und Third-Person-Sicht?

Eine der auffälligsten Neuerungen ist die Möglichkeit, zwischen Ego-Perspektive und Schulterkamera zu wechseln. Im Showcase demonstrierte Capcom, wie Grace in Ego-Sicht schleichend erkundet und Leon in Third-Person pariert. Dieser Dual-Ansatz ist tief im Spieldesign verankert und wirkt sich auf Rätsel, Raumgefühl und Kampferlebnis aus.

Freier Wechsel zwischen Ego-Ansicht und Third-Person-Perspektive.
Verschiedene Figuren und Szenen profitieren jeweils unterschiedlich von den Perspektiven.

Showcase-Beispiel: Leon pariert in Third-Person-Perspektive, Grace flieht leise in Ego-Sicht.
Kamerawechsel beeinflusst Wahrnehmung von Bedrohungen, Zielgefühl und Immersion.

Für Spielerinnen und Spieler eröffnet das die Möglichkeit, den Horror entweder maximal nah oder mit etwas Distanz zu erleben – ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Hauptreihe.

Was ist zum Gameplay-Aufbau und den Schauplätzen bekannt?

„Requiem“ setzt laut den bisherigen Einblicken auf eine Kombination aus engen, klaustrophobischen Abschnitten und größeren Hub-Arealen, in denen Backtracking und Erkundung eine wichtige Rolle spielen. Der Showcase zeigte erste Hub-Überblicke mit optionalen Pfaden. Diese Struktur soll für Abwechslung sorgen und den Wiederspielwert erhöhen.

Dichte Korridore und Räume, die klassischen „Resident Evil“-Horror transportieren.
Komplexere Hub-Strukturen mit optionalen Wegen und Geheimnissen.
Mischung aus geskripteten Momenten und freierem Erkundungsspiel.

Gerade für Spieler mit Vorliebe für Erkundung, versteckte Ressourcen und optionale Bereiche dürfte „Requiem“ damit attraktiv sein.

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Welche Gegner und Bedrohungen erwarten die Spieler?


Dieses Gebiss hat schon lange keinen Zahnarzt mehr gesehen. Man sollte ihm vielleicht nicht zu nahe kommen. - © Capcom

Dieses Gebiss hat schon lange keinen Zahnarzt mehr gesehen. Man sollte ihm vielleicht nicht zu nahe kommen.
| © Capcom

Capcom zeigt in Trailern und Screenshots eine Mischung aus klassischen Zombies, mutierten Kreaturen und neuen, grotesken Gegnertypen. Der Showcase warf etwas Licht auf eine neue Infektion: Viele Zombies behalten Verhaltensweisen aus ihrem Leben bei – ein Koch, der weiterhin kocht, aber Zombie ist; oder eine Reinigungskraft, die auch als Zombie weiterhin alles schön sauber halten will – wer diese Zombies genau beobachtet, findet Strategien, um sie zu besiegen oder ungesehen an ihnen vorbeizukommen.

Die Bedrohung in „Resident Evil: Requiem“ entsteht dabei nicht nur durch einzelne Gegner, sondern auch durch Soundkulisse, Lichtführung und das enge Leveldesign.

Wiederkehr der ikonischen Untoten in moderner Optik.
Neue Monsterdesigns, die das bekannte Gegnerarsenal erweitern.

Neue Infektion mit „menschlichen“ Routinen – verstörend und taktisch nutzbar.
Atmosphärischer Horror durch Geräusche, Schatten und plötzliche Begegnungen.

Wer sich auf „Requiem“ einlässt, sollte also mit einer Mischung aus vertrauten Schockmomenten und neuen Albträumen rechnen.

Gibt es Multiplayer oder zusätzliche Modi?

Im Fokus von „Resident Evil: Requiem“ steht klar die Singleplayer-Kampagne. Capcom spricht von einem vollwertigen Solospiel, in dem Story, Figuren und Atmosphäre den Ton angeben, ohne große Multiplayer-Komponente.

Primär als Einzelspieler-Erlebnis konzipiert.
Bisher keine dominierende Rolle für Online- oder Koop-Modi in der Kommunikation.
Zusätzliche Modi oder Extras sind in der Serie Tradition, wurden für „Requiem“ aber noch nicht im Detail vorgestellt.

Für viele Fans der Reihe dürfte das eine gute Nachricht sein, da Capcom die erzählerische Kampagne klar in den Vordergrund rückt.

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Welche Editionen und Extras wurden angekündigt?

Im Showcase hat Capcom Editionen, Kollaborationen und Jubiläumsfeiern vorgestellt – perfekt für Sammler.

Standard- und Deluxe-Edition mit Kostümen, Waffen-Skins, Filtern und Anhängern.
Limitierte Steelbook- bzw. Premium-Editionen (regional variierend).
Kollaborationen mit Porsche (Leon fährt einen Cayenne Turbo GT) und Hamilton (Uhren-Skins). Im „Resident Evil“-Reddit kommt beides nicht so gut an.
30-Jahre-Jubiläum: Orchesterkonzerte „Resident Evil Symphony of Legacy“ in Japan, USA und Europa.

Sammler-Kritik: Fans bemängeln teils hohe Merch-Preise, besonders bei Porsche/Hamilton-Kollabs.

Wird es eine Demo geben?

Auch der „State of Play“-Trailer hat keine Demo für „Resident Evil: Requiem“ angekündigt – viele Fans hoffen zwar weiter auf eine Probierversion, bislang bleibt es aber beim Wunschdenken.

Der Wunsch nach einer Demo ist in der Community deutlich hörbar.
Letzte Hoffnung: Preload-Phase (25.02.).

Für Spielerinnen und Spieler lohnt es sich deshalb, die kommenden Tage bis zum Release äußert aufmerksam zu sein.