Mischi Wettstein

Hakan Yakin sieht beim Erfolg des FC Lugano einen engen Zusammenhang mit Trainer Croci-Torti. Lausanne und Servette bezeichnet er beide als «Enttäuschung».

Hakan Yakin im Gespräch mit Mischi Wettstein. – Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

«Lugano ist eine Wundertüte», findet Hakan Yakin mit Blick auf den Tabellendritten.

«Hatsch» ist überzeugt, dass Trainer Mattia Croci-Torti für den Erfolg entscheidend ist.

Stürmer Kevin Behrens würde er die Aussetzer verzeihen, solange er seine Tore schiesst.

Der einzige Tessiner Club in der Super League hat es auch 2025/26 in die Championship Group geschafft. Dabei war der Saisonstart mit nur zwei Siegen in elf Pflichtspielen alles andere als gut verlaufen.

Hakan Yakin sagt: «Am Anfang war noch immer der Wurm von letzter Saison drin. Dass sie trotzdem an ihrem Trainer festgehalten haben, war für den Erfolg massgeblich. Er passt einfach zu Lugano.» Mit Mattia Croci-Torti sind die Tessiner auf Platz 3 geklettert.

Beendet der FC Lugano die laufende Super-League-Saison in den Top 3?

1Ja.

2Nein.

Gelingt Lugano die Qualifikation für Europa? «Lugano ist eine Wundertüte», findet Yakin. Für ihn ist aber auch klar: «Sie haben sicher das Potenzial, um unter die ersten drei zu kommen.»

Mattia Croci-TortiMattia Croci-Torti ist seit 2021 Cheftrainer des FC Lugano. Nach einem schwachen Saisonstart gelang ihm in dieser Saison der Turnaround. – Keystone

FC Lugano: «Am Anfang der Saison war immer noch der Wurm der letzten Saison drin. Lugano ist eine Wundertüte. Sie haben an ihrem Trainer festgehalten, das war für den Erfolg massgeblich. Denn der Trainer passt zu Lugano und hat das Team im Griff.»

Wobei sich Stürmer Kevin Behrens schon so manchen Aussetzer erlaubte: Immer wieder landet der 35-Jährige in den Schlagzeilen. Er selbst würde sich als Trainer zwar keinen solchen Spieler wünschen, sagt Yakin. Trotzdem glaubt er: «Es ist gut, so einen in der Mannschaft zu haben.»

Kevin BehrensKevin Behrens (links) hat sich einen Namen als schwieriger Charakter gemacht. Mit elf Saisontoren liefert er auf dem Platz aber verlässlich ab. – Keystone

Der Deutsche sei ein «spezieller Typ». Aber sowieso gehe es um die sportliche Leistung und nicht um die Ausraster: «Er wird an Toren gemessen. Wenn er die macht, darf er von mir aus jede Woche jemanden zusammenstauchen oder etwas kaputt machen.»

Servette und Lausanne als «Enttäuschung»

«Servette ist eine Enttäuschung. Wie bei zwei, drei anderen Mannschaften muss man schon jetzt die neue Saison planen. Es spielt keine grosse Rolle, ob sie 6., 7., 8. oder 9. werden.» Nun könne die Situation genutzt werden, um vielversprechenden Youngster die Chance zu geben.

Hakan Yakin über die Saison von Servette und dem FC Lausanne. – Nau.ch/Nico Leuthold

«Sie haben die volle Energie in Europa investiert. Sie haben einige sehr gute Spiele gemacht und sind unglücklich ausgeschieden. Die Meisterschaft haben sie etwas links liegen lassen, das merkt man halt. Zeidler hat seinen Fussball umgestellt, weiss aber selber, dass diese Saison nicht überragend war. Es ist schon auch eine Enttäuschung.»

Chefreporter Mischi Wettstein hat die Schweizer Fussball-Legende Hakan Yakin in der «Yakin Arena» in Oberengstringen ZH zum «Klartext»-Talk getroffen.

Hakan YakinHakan Yakin hat für die Schweiz 87 Länderspiele absolviert. – keystone

Nach dem Ende der Regular Season spricht der 20-fache Nati-Torschütze über alle Teams aus der Super League.