Der ehemalige Präsident Tschechiens, Václav Klaus, soll erklärt haben, sein Land sei im Alltag von der EU mehr unter Druck als früher unter der Sowjetunion. Er glaube zwar nicht, dass die EU mit Militärgewalt gegen Freiheitsbewegungen vorgehen würden, wie seinerzeit die UdSSR. Aber die EU diktiere fast täglich seinem Land.

© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Passant vor einer Postkarte mit Schweizkarte und EU-Sternen (Symbolbild)

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Dass er recht hat, zeigte mir kürzlichen Vorfall: Die Ungarn feiern jeweils in der Schweiz ihren Nationalfeiertag für jene Ungarn, die in der Schweiz leben. Dieses Jahr sprach der Präsident des ungarischen Parlaments, und ich wurde gebeten, ein Grusswort von ein paar Minuten zu überbringen – auch weil ich viele ungarische Freunde in der Schweiz habe.

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Nun erfuhr ich, dass der deutsche Botschafter in der Schweiz sowie der Botschafter der EU in Bern wie auch die niederländische Botschafterin in der Schweiz heftig auf den ungarischen Staat losgegangen seien. Es gehe doch absolut nicht an, dass an die Feier der Ungarn in der Schweiz ein Blocher eingeladen werde. Perplex fragten die Vertreter Ungarns zurück, warum sie nicht einen Alt-Bundesrat für ein Grusswort einladen dürften, zumal dieser enge Beziehungen zu den Ungarn in der Schweiz habe. Die Antwort: Das komme überhaupt nicht in Frage, Blocher sei doch gegen den EU-Beitritt der Schweiz!

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Was ist da passiert? Drei Botschafter aus EU-Staaten in der Schweiz sagen einem anderen Botschafter, wer bei diesem am Nationalfeiertag auftreten darf. Schweizer! Hütet Euch am Morgarten, bevor uns die EU-Länder dies auch noch verbieten wollen.

Jetzt sagte ich schnell zu für eine Rede – bevor mir die EU-Länder dies auch noch verbieten wollen (Ich spreche zum 1. August am 31. Juli 2026 im Tell-Festspiel-Theater in Interlaken. Jedermann ist eingeladen!).