Gänseblümchen, gelber Löwenzahn und viele weitere Wildkräuter beginnen jetzt im Frühjahr auf den bunten Wiesen zu wachsen. Sie sind nicht nur ein schöner Anblick – diese „Superfoods von der Wiese und vom Wegesrand“ können auch Abwechslung in die eigene Küche bringen.
Wie man diese zubereiten und nutzen kann, zeigt Heil- und Wildkräuterpädagogin Daniela Schwarzbart in ihrem Kräuterreich in Hirschbach. Sie veranstaltet viele verschiedene Kurse und Workshops, um ihr Wissen weiterzugeben. Die 47-jährige Hirschbacherin kommt gebürtig aus Ichenhausen. „Über mehrere Ecken und durch Verlieben und Entlieben bin ich Hirschbach immer näher gerückt“, erzählt Schwarzbart lächelnd. Jetzt ist sie dort verheiratet und hat eine neunjährige Tochter, Lena.
Das Thema Wildkräuter wurde Daniela Schwarzbart aus Hirschbach in die Wiege gelegt
Das Thema Wildkräuter wurde ihr bereits in die Wiege gelegt. Die Eltern betrieben eine Landwirtschaft, und hinter ihrem Elternhaus befand sich eine große bunte Blumenwiese – das Spielen und Erleben der verschiedensten Wildkräuter habe sie geprägt. Diese schöne Erinnerung wollte sie an ihre Tochter Lena weitergeben. Somit begann die heute 47-Jährige mit dem Versuch, in ihrem eigenen Garten eine Wiese wie aus ihrer Kindheitserinnerung anzulegen – wilde Blumen und die verschiedensten Wildkräuter prägen jetzt das Bild hinter ihrem Haus in Hirschbach.
Das Interesse daran, wie man die Kräuter nutzen kann und welche Vor- und Nachteile sie für den Menschen haben, wuchs. So absolvierte Schwarzbart eine Ausbildung in Friedberg zur Heil- und Wildkräuterpädagogin. Ursprünglich habe sie eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin absolviert. Doch nach der Elternzeit schlug sie dann einen neuen Weg ein. Schwarzbart bewarb sich als Quereinsteigerin bei einem Gartencenter und arbeitet nun dort. Vor zwei Jahren habe sie obendrein ein Kleingewerbe für ihre Kursangebote angemeldet.
Die Wildkräuterpädagogin präsentiert ein gesundes Butterbrot und speziellen Kaffee
Unter einem gemütlichen Pavillon zeigt Schwarzbart an diesem Tag ein Butterbrot mit Gänseblümchen, Löwenzahn und noch anderen Wildkräutern. Auch schenkt sie einen kräftigen Löwenzahnkaffee zum Probieren ein, den sie selbst hergestellt hat. Dieser bestehe aus gerösteten Löwenzahnwurzeln und habe einen leicht bitteren, nussigen und malzigen Geschmack – gerade in Zeiten des Matcha-Hypes ein spannendes Heißgetränk. In ihrem Garten wachsen und gedeihen momentan die verschiedensten Pflanzen und Kräuter – Gänseblümchen, Löwenzahn, Scharbockskraut, Frauenmantelkraut und noch vieles mehr kann man hier entdecken und zum Teil auch verzehren. „Man darf aber nur Kräuter oder Pflanzen essen, bei welchen man sich zu hundert Prozent sicher ist, dass sie verzehrbar sind“, warnt Schwarzbart.
Der Frauenmantel kann bei Frauenleiden wie den Wechseljahren helfen
Sie zeigt das Frauenmantelkraut und erzählt, dass dieses unter anderem bei Frauenleiden, wie beispielsweise in den Wechseljahren, helfen könne. Sie selbst habe schon ihre Erfahrungen damit gemacht, trinkt den Frauenmantel oft als Tee. Er könne die Balance des Hormonhaushalts wiederherstellen. Speziell für dieses Thema gibt Schwarzbart auch Frauenkräuterkurse. Darin stellt sie die natürlichen Helfer für mehr Gesundheit und Wohlbefinden vor.
Auch von der Brennnessel schwärmt Schwarzbart. Sie enthalte unter anderem auch viel Eisen – in Form von Brennnesseltee, Brennnesselkuchen oder Brennnesselchips sei das Gewächs ein wunderbares Nahrungsmittel. Man müsse sich auch nicht davor fürchten, dass das Anfassen schmerzt. „Ich gehe mit dem Nudelholz über die Brennhaare, damit sie nicht mehr brennen“, so die Hirschbacherin. Eine andere Möglichkeit wäre das Blanchieren. Auch ein „Wiesenbonbon“ lasse sich aus der Brennnessel zaubern.
Alexandra Schuster
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Kräutergarten
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