HandballAlles oder nichts: TV Dagmersellen kämpft in Genf um den Ligaerhalt
Nach der knappen Heimniederlage steht der TV Dagmersellen im Barrage-Rückspiel gegen Chênois Genève unter Druck. Nur mit einem Sieg können die Wiggertaler den Verbleib in der 1. Liga sichern.
Urs Oggier blickt positiv auf den Abstiegskrimi in Genf.
Bild: zvg
Darum geht esDer TV Dagmersellen verlor das Hinspiel der Barrage gegen Chênois Genève mit 26:27.Für den Ligaerhalt braucht das Team im Rückspiel einen Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz.Das Team setzt auf mentale Vorbereitung und Unterstützung der Fans für die Wende.
Wie in der vergangenen Saison – als man über die volle Distanz musste und letztlich den Ligaerhalt nur am grünen Tisch erreichte – muss der TV Dagmersellen auch in dieser Spielzeit via Barrage den Abstieg verhindern. Nach dem Hinspiel gegen Chênois Genève stehen die Dagmerseller Handballer mit dem Rücken zur Wand. Nur mit einem Sieg am Sonntag in Genf können die Dagmerseller den Gang in die 2. Liga verhindern.
Routinier zeigt sich selbstbewusst
Die Mannschaft des Trainer-Duos Thomas Graber/Angela Dolder benötigt nach der Heimniederlage vom letzten Freitag (26:27) einen Sieg mit zwei Toren Differenz. Routinier Urs Oggier blickt trotz Hinspielniederlage dem Abstiegs-Gipfel positiv entgegen. «Genf ist schlagbar. Wir müssen eine sehr gute und konzentrierte Leistung abrufen, dies über 60 Minuten, dann bin ich überzeugt, dass wir als Sieger von der Platte gehen und die Liga halten.»
Im Hinspiel verschliefen die Dagmerseller den Start in die Partie regelrecht. Schnell lag der TVD mit 0:5-Toren im Rückstand. Urs Oggier relativiert: «Zwei Abschlüsse haben wir verworfen, zweimal parierte der Goalie. Das ist Handball.» Aufgrund der Ausgangslage sei man vielleicht etwas nervöser gewesen als während der Meisterschaft. Dennoch sieht der Dagmerseller Rückraumspieler durchaus Verbesserungspotenzial. «Wir hatten zu viele unnötige Fehler in unserem Spiel. In der Abwehr können wir noch etwas kompakter stehen», erklärt Urs Oggier. Und in der Offensive? «Im Angriff müssen wir uns deutlich steigern», so der Dagmerseller. «Ich bin von unseren Offensivqualitäten überzeugt. Wir können gegen Genf 30 Tore schiessen», so Oggier selbstbewusst.
Mit variabler Spielauslösung zum Erfolg
Einen Exploit in Genf brauche es nicht. Der TV Dagmersellen agiert mindestens auf Augenhöhe mit den Westschweizern, so Oggier. Unter der Woche habe man das Hinspiel nochmals genaustens analysiert. Das Fazit: «Die Spielauslösung können wir noch schneller und variabler gestalten. Damit können wir den Gegner vor Probleme stellen», erklärt er. Auch in der Deckungsarbeit habe man noch gewisse Details besprochen.
Der Routinier freut sich auf das sonntägliche Duell. Als Führungsspieler habe er schon viele wichtige Spiele bestritten. Doch Spiele in der Westschweiz seien eine Seltenheit. «Wichtig ist es, dass wir mental bereit sind. Wir werden frühzeitig nach Genf reisen. Damit wir noch Zeit für einen Spaziergang haben und einen Kaffee trinken gehen können», erklärt Urs Oggier.
Nicht nur die Spieler werden die knapp dreistündige Reise auf sich nehmen, auch auf grossen Support können die Dagmerseller zählen. «Uns werden viele Leute nach Genf begleiten und vor Ort unterstützen», freut sich Urs Oggier. Der TV Dagmersellen lässt also nichts unversucht, um am Ende mit positiven Gefühlen zurück ins Wiggertal zu reisen.
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