Nach dem Halbfinal des Schweizer Cups am Samstagabend, dem 18. April 2026, haben gewalttätige Anhänger des Grasshopper Clubs Zürich versucht, die Umkleideräume im Stadion Pontaise zu stürmen. Wie 20min berichtet, setzte der Sicherheitsdienst Pfefferspray ein, um die Chaoten nach der Niederlage gegen Stade Lausanne-Ouchy abzuwehren.
Die Spannungen begannen laut dem Bericht von 20min bereits während der Partie beim Stand von 2:0 für die Gastgeber, als Zürcher Fans das Spielfeld betreten wollten. Nach dem Abpfiff eskalierte die Situation weiter, als vermummte Personen die Absperrungen zum Kabinentrakt durchbrachen und Rauchbomben sowie Feuerwerkskörper innerhalb des Stadions zündeten.
Schiedsrichter Sandro Schärer, der die Schweiz bei der kommenden Weltmeisterschaft vertreten wird, befand sich während der Unruhen in den Katakomben. Er beobachtete, wie etwa fünfzehn Personen in seiner Umkleidekabine Schutz vor den angreifenden GC-Anhängern suchten, während Sportchef Hiraç Yagan den Zugang zu den Räumlichkeiten verteidigte.

«Willkommen in der Welt der Schiedsrichter!» scherzte Schärer laut 20min trotz der angespannten Lage vor Ort.
Der Unparteiische behielt ein Lächeln im Gesicht, während Sicherheitskräfte versuchten, die Kontrolle über die Eingänge zurückzugewinnen. Ein einzelner vermummter Mann drang bis zu den Toren vor, konnte jedoch in der allgemeinen Panik schnell wieder aus dem Innenbereich vertrieben werden.
Im Aussenbereich des Olympiastadions hinterliessen die Randalierer erhebliche Sachschäden an der Infrastruktur. Ein Verpflegungszelt wurde komplett verwüstet und die Organisatoren mussten einen Entstehungsbrand unter Einsatz von Feuerlöschern bekämpfen, wobei auch Kleidungsstücke des Heimclubs verbrannten.

Die Polizei begleitete die Fangruppe der Grasshoppers nach der Räumung des Stadiongeländes unter strenger Überwachung zurück zum Bahnhof. Informationen über Festnahmen oder die genaue Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch nicht vor.