SchulhausGrundstein für die Primarschule Walkeweg ist gelegt – Drogensüchtige brauchen bald einen neuen Konsumort
Mit der Grundsteinlegung hat am Montag der Bau der Primarschule Walkeweg begonnen. Die Anlage mit 18 Klassen soll 2028 den Schulbetrieb aufnehmen. Bis dahin muss die K&A Dreispitz umgezogen sein.
So soll das Schulhaus aussehen, in dem 18 Klassen zur Schule gehen werden.
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Mit der Grundsteinlegung hat am Montag der Bau der Primarschule Walkeweg begonnen. Wie das Erziehungsdepartement (ED) und das Bau- und Verkehrsdepartement mitteilen, ist die Schule Teil der Entwicklung des neuen Quartiers Walkeweg zwischen Wolfgottesacker und der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz. In den nächsten Jahren soll dort ein Stadtteil für rund 650 Menschen entstehen.
Die Schule wird 18 Klassen umfassen, zwei Kindergärten, eine Betreuung für Kinder nach dem Unterricht sowie zwei Turnhallen und eine Aula. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2028. Der Schulbetrieb soll im Schuljahr 2028/29 starten. Die Kosten liegen laut Medienmitteilung der Erziehungsdepartements (ED) bei rund 56 Millionen Franken.
Suche nach neuem K&A-Standort läuft
Mit der Grundsteinlegung naht auch das Ende der Kontakt- und Anlaufstelle (K&A) Dreispitz. Im Frühling 2024 gab der Regierungsrat bekann, dass das Angebot für Süchtige weichen muss: «Die mit den städtebaulichen Entwicklungen der Areale Dreispitz Nord und Walkeweg und insbesondere mit den Zugangswegen zu Kindergarten und Schulgebäude verbundenen Herausforderungen, machen einen Ersatzstandort notwendig.» Die Regierung reagierte damit auf eine Motion der damaligen LDP-Grossrätin Nicole Kuster, welche eine Verlegung der K&A forderte. Sie sorgte sich um das Sicherheitsgefühl der Kinder, wenn sie auf dem Schulweg mit Süchtigen konfrontiert werden.
Bereits seit dem Sommer 2023, also seit bald drei Jahren, ist die Arbeitsgruppe «Standortsuche» mit der Suche nach einem geeigneten Ort für die K&A beschäftigt. Gefunden wurde bis anhin nichts. «Die vertiefte Prüfung möglicher Ersatzstandorte ist im Moment noch in Arbeit», schreibt das zuständige Gesundheitsdepartement auf Anfrage der bz. Die Zeit drängt: Sollte die Suche bis zur Fertigstellung des Schulhauses 2028 nicht erfolgreich sein, müssten begleitende Massnahmen für die Kinder und Jugendlichen konzipiert werden. Die Regierung kündigte bereits im Frühling 2023 den Einsatz einer interdepartementale Arbeitsgruppe an, welche diese Massnahmen konzipieren soll.
In Basel gibt es neben der K&A Dreispitz eine weitere am Riehenring. Die Frage, wo die Angebote untergebracht werden sollen, führt immer wieder zu Reibereien. Anwohnerinnen und Anwohner des Erlenmattquartiers beklagen sich etwa über Litterin, Drogekonsum und Diebstahl im Umfeld der K&A Riehenring.
Schulhaus aus Holz und Lehm
Die geplante Schulanlage Walkeweg wird aus drei Gebäuden bestehen: einem Klassentrakt, einem Gebäude für Betreuung und einem Haus mit Aula und Musikräumen. Zusammen bilden sie einen geschützten Pausenhof. Teile der Anlage wie Pausenflächen und Dachbereiche sollen ausserhalb der Schulzeit öffentlich zugänglich sein.
So soll die Südseite des Schulhauses in Zukunft aussehen.
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Für das Schulhaus werden vor allem Holz und Lehm verwendet. Die Energie liefert unter anderem eine Photovoltaikanlage, geheizt und gekühlt wird mit Erdsonden. Regenwasser wird gesammelt und wiederverwendet, etwa für Toiletten oder die Bewässerung. (bz)
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