Die Embark Studios gehen jetzt hart mit sich selbst ins Gericht: Wie Design Director Virgil Watkins erklärte, erfülle der aktuelle Fertigkeitenbaum in „Arc Raiders“ nicht die Erwartungen – grundlegende Änderungen sollen das Ruder nun herumreißen.
Während die Community von „Arc Raiders“ derzeit dem Riven-Tides-Update entgegenfiebert, das in der nächsten Woche die aktuelle Roadmap abschließen und erstmals seit Stella Montis eine brandneue Karte mit sich bringen wird, sind die Embark Studios weiterhin intensiv mit dem Feinschliff des Extraction-Shooters beschäftigt.
Und nachdem zuletzt schon das Crafting optimiert wurde und die Entwickler versprachen, die Kritikpunkte des Spiels „systematisch abzuarbeiten“, geht es künftig auch dem Fertigkeitenbaum an den Kragen. Wie Design Director Virgil Watkins jetzt nämlich offen zugab, ist man mit dem momentanen Zustand des Skilltrees alles andere als zufrieden.
„Haben den Nagel keinesfalls auf den Kopf getroffen“
Im Rahmen des Game Maker’s Notebook-Podcasts (via VGC) gestand Watkins ein, dass man bislang das Ziel verfehlt habe – trotz der vielen Arbeit, die man in das Fähigkeitensystem gesteckt habe. Denn die Art und Weise, wie die Community das Spiel tatsächlich angeht, deckt sich nicht mit den ursprünglichen Plänen der Entwickler.
„Es war ein schwieriges Problemfeld für uns, und ich glaube, alles andere als perfekt – wir haben den Nagel jedenfalls keineswegs auf den Kopf getroffen“, so Watkins selbstkritisch. „Es gibt dort definitiv einige Skills – wie wir gesehen haben, als wir beobachtet haben, wie die Leute das Spiel tatsächlich spielen. […] Da gibt es definitiv Fähigkeiten, die ihren Zweck nicht ausreichend erfüllen.“
Das Balancing-Dilemma: PvE vs. PvP
Das Hauptproblem sei laut Watkins hauptsächlich die Mischung des Gameplays: Da Spieler in „Arc Raiders“ sowohl gegen die Maschinen als auch gegen menschliche Widersacher kämpfen, führe ein starrer Skilltree oft zu unfairen Situationen. Dementsprechend wolle man verhindern, dass eine Spezialisierung im PvE dazu führt, dass man im PvP chancenlos ist – oder umgekehrt.

Watkins erklärte das Problem wie folgt: „Es entstand also die Situation: ‚Wollen wir wirklich, dass jemand, der in diesen Zweig des Skilltrees investiert, offensichtlich überlegen ist, nur weil er diese gewählt hat? Wird er über jemanden triumphieren, der stattdessen in den roten Baum investiert hat?’“
Das Ziel sei es nun, das System so umzubauen, dass es dem heutigen Spielzustand gerecht wird: „Es ist ein schwieriges Feld, und wir evaluieren derzeit einige ziemlich signifikante Änderungen.“
Echte Spielstile statt simpler Zahlen
Zudem sollen die Skills künftig echte Auswirkungen auf die Spielweise haben und im Zusammenspiel mit Gadgets und Waffen für eine klare Identität des Charakters sorgen und nicht einfach nur die Statistiken erhöhen.
„Kann der Skilltree mit seiner Zusammensetzung – gepaart mit Dingen wie Augmentierungen, der bevorzugten Bewaffnung sowie den gewählten Gadgets […] dazu beitragen, einen Spielstil für dich zu formen?“, fragt Watkins. „Will ich der heimliche Plünderer sein oder der Typ, der super agil sein möchte?“


Dementsprechend sei man laut Watkins noch lange nicht am Ende: „Ich glaube, an diesem Punkt gibt es noch mehr zu tun. Wir müssen den Spielern das Gefühl geben, dass sie eine Reihe von Entscheidungen getroffen haben, die sich zu einer ganz eigenen Spielstil-Wahl zusammenfügen.“
Wann mit den Änderungen am Skilltree zu rechnen ist, ließ Watkins aber noch offen. Aktuell liegt der Fokus aber ohnehin auf Riven Tides: Das Inhalts-Update wird am 28. April 2026 für „Arc Raiders“ erscheinen.
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