Newsblog zur Lage im Iran

Araghtschi: «Der Weg zu einer Einigung hat begonnen»

Aktualisiert am 17.02.2026 – 17:48 UhrLesedauer: 5 Min.

Iranischer Außenminister AraghtschiVergrößern des Bildes

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat sich nach der ersten Verhandlungsrunde mit den USA in Genf geäußert. (Archivbild) (Quelle: Vahid Salemi/AP/dpa/dpa-bilder)

Die erste Gesprächsrunde mit den USA in Genf ist beendet. Zuvor hat Iran Raketen in der Straße von Hormus abgefeuert. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der Iran will einem Insider zufolge innerhalb der kommenden zwei Wochen detaillierte Vorschläge zur Überbrückung der Differenzen im Atomstreit mit den USA vorlegen. Dies habe die iranische Delegation bei den Gesprächen in Genf zugesagt, sagte ein US-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur Reuters. Es seien zwar Fortschritte erzielt worden, es gebe jedoch noch viele Einzelheiten zu besprechen. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den USA rechnet der Iran nicht mit einer raschen Einigung. «Der Weg zu einer Einigung hat begonnen, wir sind bereit», sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi dem iranischen Staatsfernsehen nach dem mehr als dreistündigen Treffen in Genf. «Aber das bedeutet nicht, dass wir eine Einigung erzielt haben.» Die Ausarbeitung werde Zeit in Anspruch nehmen. Einen Termin für eine neue Verhandlungsrunde gibt es ihm zufolge noch nicht.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um Irans Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Andere Themen wie das Raketenprogramm oder die Unterstützung militanter Gruppen schloss Teheran vorab aus.

Die iranischen Streitkräfte haben im Rahmen ihrer Militärübung damit begonnen, Raketen in Richtung der Straße von Hormus abzufeuern. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim, die der Islamischen Revolutionsgarde nahesteht, berichtete, wurden die Raketen aus dem Landesinneren und entlang der Küste abgefeuert. Sie hätten ihre Ziele in der strategischen Meerenge getroffen. Inzwischen kündigte Teheran zudem an, die Straße von Hormus während des Manövers teilweise zu schließen.