Capcom hat einen Lauf, wie man so schön sagt. Resident Evil Requiem und Monster Hunter Stories 3 wurden zu besten Kritiken veröffentlicht und auch die Fans sind mehr als zufrieden, das beweisen schon die Verkaufszahlen zu Requiem.
Und während Capcom fleißig weiter auf „Nummer sicher“ gehen könnte – Marken wie Street Fighter, Mega Man oder Devil May Cry würden es möglichen machen – entwickelte man jahrelang unter großem Aufwand eine brandneue Marke. Pragmata schlug ebenfalls ein. Capcom ist on fire!
Da lässt man sich schon mal zu selbstbewussten Tweets hinreißen. „We’re not done with 2026 yet“, so ein aktueller Tweet von Capcom USA, der auf die erfolgreichen Veröffentlichungen von Resident Evil Requiem, Monster Hunter Stories 3 und Pragmata sowie das eben noch kommende Onimusha: Way of the Sword anspielt.
Überhaupt, Onimusha: Auch dafür gäbe es sicherlich weniger risikobehaftete Projekte. Wie Capcom das etwa 20 Jahre schlafende „Onimusha“ zurück ins Leben holen will, darüber haben wir uns mit Director Satoru Nihei und Producer Akihito Kadowaki schon im Rahmen der Gamescom unterhalten – lest da gern mal rein.
Onimusha und Okami
Onimusha ist aber nicht das Ende der Fahnenstange. Mit Okami Sequel holt Capcom eine weitere beliebte Marke aus der Mottenkiste. Das Spiel entsteht noch dazu unter der Leitung von Okami-Schöpfer Hideki Kamiya. Capcom vertraut seinem neuen Studio Clovers die Marke an. Chapeau.
Dass die Comebacks von Onimusha und Okami gelingen – es gibt derzeit keinen Grund dafür, daran zu zweifeln. Darüber hinaus hatte Capcom sich zuletzt vorgenommen, weitere frühere Marken wiederzubeleben. Viele Fans hoffen weiter auf Dino Crisis, aber auch Dead Rising dürfte weit oben auf den Wunschlisten stehen.
Ganz nebenbei veröffentlicht man auch noch gelungene „Mega Man“-Sammlungen und entwickelt mit Dual Override auch noch einen brandneuen Serienableger. Es könnte wohl keinen besseren Zeitpunkt geben, Fan von Capcom-Marken zu sein. Allein: die Anzugträger sehen’s mal wieder anders.
Aber die Aktie …
Die Capcom-Aktie sank in den Tagen nach der Veröffentlichung von Pragmata um bis zu 5 Prozentpunkte. Branchenberater Dr. Serkan Toto von Kantan Games schätzt ein, dass Pragmata trotz aller Erfolge nicht so viele Umsätze erzielt habe, wie Investoren sich erhofft hätten. Toto bezeichnet diese Einschätzung wohlgemerkt als „lächerlich“ – die Umsätze seien „sehr solide für eine neue Marke“.
Außerdem würden Investoren denken, dass nach Pragmata zunächst „alle guten Nachrichten ausgeschöpft“ seien. Einen neuen, unmittelbaren Katalysator für die Aktie würden Investoren aktuell nicht sehen. „Erwartet denselben Zyklus mit Onimusha später in diesem Jahr“, so Toto. Nun …
Bildmaterial: Pragmata, Capcom
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