Das Zürich Openair, eines der grössten und beliebtesten Musikfestivals der Schweizer Festivalsaison, wird im Sommer 2026 nicht stattfinden. Das teilten die Veranstalter auf ihrer Homepage mit – stattdessen soll die Zeit genutzt werden, um das Festival strategisch weiterzuentwickeln und 2027 mit neuen Inszenierungen und erweitertem Besuchererlebnis zurückzukehren.

Das Openair bietet traditionell ein breites Spektrum an Musikrichtungen – von Elektro über Indie bis Rock – und lockt Musikfans aus dem In- und Ausland an. Zuletzt fand das Festival 2025 in Opfikon-Glattbrugg statt, bevor sich die Macher entschieden, für ein Jahr auszusetzen.

Spannungen um Lärm und Verkehr

Die Pause fällt in eine Phase, in der das Festival in der Vergangenheit nicht nur wegen globaler Herausforderungen wie der Pandemie, sondern auch wegen lokaler Spannungen um Lärm und Verkehrsfragen immer wieder im Fokus von Anwohnern und Behörden stand. So hatten die Stadt Kloten und weitere Gemeinden wiederholt Bedenken bezüglich Lärmbelastung und Verkehrsführung angemeldet und strengere Auflagen gefordert. Diese Rückmeldungen wurden in Verfahren zur Prüfung von Veranstaltungsgesuchen aufgenommen, und der Veranstalter setzte Lärm- und Verkehrskonzepte um, inklusive eines Lärmtelefons für betroffene Anwohner während der Events.

Kritik aus Teilen der Umgebung wurde dabei ernst genommen, auch wenn die politischen Gremien, insbesondere in der veranstaltenden Gemeinde Rümlang, sachlich auf die Diskussion reagierten und auf die Einhaltung gesetzlicher Lärmwerte bestanden.

Mit der kreativen Auszeit 2026 möchten die Organisatoren nicht nur organisatorische und konzeptionelle Aspekte überarbeiten, sondern auch Wege finden, Festival und Anwohnerschaft besser in Einklang zu bringen. Wie genau das neue Konzept aussehen wird, wollen die Veranstalter in den kommenden Monaten bekanntgeben.

Die Rückkehr des Zürich Openair 2027 ist bereits angekündigt und soll mit frischer Energie, neuen Formaten und einem erweiterten Erlebnis für Festivalbesucher stattfinden.