Auch das noch: Im Jahre des Herrn 2019 brauste Patrick Fischer auf der Autobahn mit 164 Sachen in eine Radarfalle, wo bloss 120 km/h erlaubt waren! Huch! Von Watson über SRF und Tages-Anzeiger bis Blick, die Berichterstatter sind erschüttert über diese neue Enthüllung. 2200 Franken Busse plus Geldstrafe von 11.000 Franken wegen «schwerer Verkehrsregelverletzung». Zusammen mit der Geldstrafe wegen des getürkten Impfzertifikats (2021) sind das gegen 50.000 Franken. Wow!

Patrick Fischer, Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
Mir war Patrick Fischer schon immer sympathisch. Und die neu bekannt gewordenen Details machen ihn mir noch sympathischer. Denn jetzt ist klar: Wie beim Impfzertifikat hat Fischer auch mit seinem Sprint auf der Autobahn niemanden geschädigt. Er hat Regeln verletzt, dafür wurde er bestraft, dagegen habe ich nichts einzuwenden. Doch in beiden Fällen erscheinen mir die Strafen masslos überrissen. Und das, was die erwähnten Medien postum daraus gemacht haben, erst recht.
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Bei beiden Straftaten handelt es sich um klassische sogenannte abstrakte Gefährdungsdelikte. Niemand wurde konkret gefährdet, doch um eine potenzielle Gefahr abzuwenden, wird präventiv gestraft. Nun gehört es aber zu den Errungenschaften der Aufklärung, dass nicht der Straftatbestand an sich im Zentrum unseres Rechtes steht, sondern der Vorsatz und das Verschulden, die kriminelle Energie. Bei beiden Delikten bewegt sich Fischers Verschulden am untersten Ende der Skala.
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Im Fall der Corona-Zertifikate ist längst erwiesen, dass diese völlig nutzlos waren, weil sie weder vor Ansteckung noch vor einer Weiterverbreitung des Virus schützten. Und wenn einer auf der Autobahn mal das Gaspedal übermässig kitzelt, ist es eben etwas anderes, als wenn er das Gleiche innerorts vor einem Kindergarten tut. Den «Raser-Tatbestand» erfüllte Fischer notabene bei weitem nicht. Fischer hat – im Gegensatz zu seinen Feinden – kein Charakter-Problem. Wenn er jemanden gefährdete, dann höchstens sich selbst. Und das minimal.
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Sportler sind erfolgreich, weil sie an ihre Grenzen gehen und bisweilen halt auch darüber hinaus. Weil sie kalkulierte Risiken auf sich nehmen. Ein hoher Testosteronspiegel ist dabei hilfreich. Die Beamten, Richter und Journalisten, die über Patrick Fischer richten, haben diese Charaktereigenschaft eher nicht. Sonst würden sie ihr Leben nicht in gesicherter Anstellung vor dem Bildschirm verbringen. Sie stehen eher auf Östrogen. Das ist kein Vorwurf. Sondern eine Feststellung. Ein jeder an seinem Platz.
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Deshalb meine ich: Kopf hoch, Patrick Fischer! Die Menschen mit gesundem Menschenverstand stehen hinter Ihnen, mehr denn je. Und sie danken Ihnen für ihre grossartige Leistung im Schweizer Spitzensport. Auf den Applaus der Warmduscher und Besserwisser ist einer wie Sie nicht angewiesen. Im Grunde sind ihre Kritiker nur neidisch, weil Sie, Patrick Fischer, Dinge wagen und schaffen, von denen all diese Sesselfurzer nur heimlich träumen können.