Der Skorpion könnte zum Verbrenner zurückkehren. Offiziell ist das nicht bestätigt, doch die schwachen Verkaufszahlen von 500e und 600e könnten Abarth zu einem Kurswechsel bewegen, der bis vor Kurzem noch kaum denkbar gewesen wäre.

Sollte die italienische Marke tatsächlich wieder ein Modell mit klassischem Antrieb auflegen, wäre der Grande Panda einer der interessantesten Kandidaten – auch wenn noch nichts feststeht und das Fahrzeugkonzept einige Hürden mitbringt. Wir haben die Idee aufgegriffen und uns ausgemalt, wie ein Abarth Grande Panda aussehen könnte.

Abarth Grande Panda im Motor1.com Rendering

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Quelle: Motor1.com

Unsere Illustration zeigt einen hypothetischen Grande Panda in sportlicher Auslegung, mit aggressiverer Optik, wie es die Abarth-Tradition verlangt. Neu gestaltete Stoßfänger, ein um ein bis zwei Zentimeter tiefergelegtes Fahrwerk und sportliche Akzente verändern die Wirkung des Modells erheblich, das in seiner Fiat-Serienversion vor allem auf Schlichtheit und Funktionalität ausgelegt ist.

Abarth Grande Panda, das Rendering von Motor1.com

Abarth Grande Panda, das Rendering von Motor1.com

Bild von: Motor1.com

Das Ergebnis ist ein stämmiger Kleinwagen – fast eine moderne Interpretation der Philosophie, die einst den Panda 100 HP bekannt gemacht hat. Spezifische Leichtmetallräder, Flankendekor und zahlreiche Hochglanzschwarz-Einsätze dürften ebenfalls zum Repertoire gehören, um den sportlichen Charakter zu unterstreichen.

Das Motorenproblem

Der Knackpunkt bleibt die Technik. Die Smart-Car-Plattform, auf der der Grande Panda aufbaut, ist zumindest in ihrer aktuellen Form nicht auf hohe Leistung ausgelegt. Die verfügbaren Antriebe – vom 1,2-Liter-Dreizylinder mit rund 100 PS bis zu Mildhybrid-Varianten – liegen weit unter dem, was man von einem Abarth-Modell erwartet.

Abarth 595 und 695, die Modellpalette 2023

Entsprechend werden verschiedene Wege diskutiert. Eine Option wäre eine weiterentwickelte Hybridlösung mit zwei Elektromotoren, basierend auf dem Konzept, das bereits für eine künftige Allradvariante vorgesehen ist: Verbrenner vorn, elektrische Einheit an der Hinterachse. Eine andere Option wäre die Rückkehr zu einem stärkeren Verbrenner, etwa durch eine Neuauflage von Aggregaten, die im Stellantis-Konzern bereits vorhanden sind.

Naheliegend wäre ein Comeback des 1.4 T-Jet, dem Motor vieler Abarth-Modelle vergangener Jahre, oder eine Weiterentwicklung des 1,2-Liter-Dreizylinders, der im sportlichen Umfeld bereits erprobt ist – etwa im Lancia Ypsilon Rally4. Beide Szenarien sind technisch anspruchsvoll: Die Euro-7-Homologation und die Frage der Plattformkompatibilität machen das alles andere als trivial.

Die Rückkehr von Abarth zum Verbrenner dürfte kein einfacher Weg sein, schon gar nicht im Fall eines sportlichen Panda, der bislang ein reines Gedankenspiel bleibt. Der Wunsch der Fans ist dennoch unübersehbar.