Foto: Sat.1 / Svenja Blobel
Während das „Frühstücksfernsehen“ am Morgen glänzt, erlebt Sat.1 am Vorabend ein wahres Quoten-Debakel. Die Bodensee-Serie „Ein Hof zum Verlieben“ erlebte einen wahrlich schwarzen Freitag und lässt die Zweifel an einer Fortsetzung wachsen.
Der Bodensee-Flop: Ein Tief mit Ansage
Mit der Dorf-Feuerwehr-Serie „Frieda“ will Sat.1 ab 1. Juni auf dem linearen 18-Uhr-Sendeplatz punkten – Folgen für rund vier Monate stehen bereit. Wie es demnach ab Oktober auf dem Slot weitergeht, ist offen. Theoretisch hat Sat.1 mit Ingo Lenßen oder der Soap „Die Spreewaldklinik“ schon etablierte Serien in der Hinterhand. Dass es nach Juni nochmals ein Wiedersehen mit der Bodensee-Serie „Ein Hof zum Verlieben“ (von Pyjama Pictures, die schon mit dem „Küstenrevier“ einen Flop landeten) gibt, erscheint immer weniger wahrscheinlich. Die zehn Folgen der zurückliegenden Woche kamen bei den klassisch Umworbenen nur auf etwas mehr als 1,5 Prozent. Die 18.30-Uhr-Folge vom Freitag scheiterte sogar mit 0,1 Prozent krachend. 0,24 und 0,26 Millionen Personen ab drei Jahren schauten die Freitags-Folgen im Schnitt, es waren die Ausgaben Nummer 75 und 76.
Etwas mehr als 40 stehen also noch zur Ausstrahlung bereit. Dass sie etwas am generellen Trend ändern, ist nicht so wahrscheinlich. Im März kam die Serie – nach ebenfalls vorläufigen Zahlen – noch auf knapp drei Prozent bei den Umworbenen und rund 370.000 Fans. Dass die Serie konstant unter den Top-10-Formaten des Streamers Joyn liegt, dürfte da wenig helfen.
Domino-Effekt am Nachmittag
Auch abseits der Bodensee-Soap hatte Sat.1 am Freitag auf vielen Slots einen schweren Stand. Nur 3,3 und 1,6 Prozent holte ein Wiederholungs-Doppelpack von „Lenßen hilft“ in der 16-Uhr-Stunde, „Notruf“ schloss sich um 17 Uhr mit miesen 0,8 Prozent an. „Die Landarztpraxis“ bescherte Sat.1 um 19 Uhr dann 2,9 Prozent – die Gesamtreichweite stieg auf 600.000.
Trostpflaster: Die Primetime-Show „Die besten Comedians Deutschlands“ machte mit 7,6 Prozent eine halbwegs gute Figur, morgens ist das „Frühstücksfernsehen“ sowieso eine Macht. Zwischen 5:30 und zehn Uhr kam die Sendung aus Berlin am Freitag auf tolle 18,4 Prozent.
Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.15; 24.04.2026; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp TV; produktbezogen
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